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Wirtschaft & Märkte

Wie bleibt die deutsche Kunststoffindustrie wettbewerbsfähig?

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Peter Barlog, Geschäftsführender Gesellschafter Barlog Plastics

Die Konkurrenz aus Asien, insbesondere aus China, wächst weiter – nicht nur durch günstige Produktionsbedingungen, sondern auch durch massive staatliche Förderprogramme. Während chinesische Unternehmen in strategisch wichtigen Bereichen wie z. B. E-Mobilität oder Solarenergie aggressiv expandieren, steht Deutschland durch hohe Kosten und starke Regulierung auf der Bremse.

(Bild: Barlog)

Zudem stellen Strafzölle und geopolitische Spannungen ein großes Problem für unsere Exportmärkte dar. Viele mittelständische Unternehmen konnten sich jahrelang auf internationales Wachstum verlassen, doch Handelsbarrieren machen dies immer schwieriger. Der europäische Markt allein reicht nicht aus, um für alle ausreichend Wachstum zu generieren, und der Zugang zu den USA oder asiatischen Ländern wird immer komplexer.

Langfristig werden Unternehmen nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn sie sich durch Qualität, Spezialisierung und Innovation differenzieren. Preislich können wir mit Asien nicht mithalten – also müssen wir technologische Vorreiter sein.

Langfristig müssen führende Unternehmen der Kunststoffindustrie auf Innovation, Automatisierung und Spezialisierung setzen. Kostengünstige Massenproduktion wird in Deutschland keine Zukunft haben, daher müssen wir uns auf anspruchsvolle Anwendungen und maßgeschneiderte Lösungen fokussieren, in unserem Fall z. B. auf Hochleistungskunststoffe und funktionalisierte Materialien.

Gleichzeitig gewinnt das Thema Nachhaltigkeit als wichtige Zukunftsvision zunehmend an Bedeutung. Unternehmen, die sich rechtzeitig mit ressourcenschonenden Produktionsprozessen, Recyclingstrategien und kreislaufoptimierten Materialien auseinandersetzen, werden im wachsenden Bewusstsein für ökologische Verantwortung langfristig einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die stärkere Integration in Wertschöpfungsketten. Wer sich als Lösungsanbieter statt als reiner Hersteller positioniert, kann langfristig erfolgreicher sein. Zudem sind strategische Partnerschaften entscheidend – sei es mit Forschungseinrichtungen, Maschinenbauern oder Kunden, um gemeinsam neue Anwendungen zu entwickeln. Die politische Unsicherheit wird sich so schnell nicht auflösen, daher müssen wir unsere Strategien darauf ausrichten, resilienter zu werden und uns nicht von einzelnen Märkten oder Rahmenbedingungen abhängig zu machen.

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