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Wirtschaft & Märkte

Wie bleibt die deutsche Kunststoffindustrie wettbewerbsfähig?

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Sven Weihe, Geschäftsführer pro-K, Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme e. V.

Strukturelle Herausforderungen wie hohe Abgaben, übermäßige Bürokratie, hohe Energiekosten sowie der Fachkräftemangel und die langsame Modernisierung der Energie- und Verkehrsinfrastruktur belasten die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Kunststoffunternehmen, wodurch Investitionen ins Ausland verlagert und Exporte von der globalen Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt werden. Zudem hat China in Schlüsseltechnologien stark aufgeholt. Ohne Reformen könnten hochproduktive Industriebereiche durch weniger produktive Dienstleistungen ersetzt werden, was das Wachstum langfristig weiter schwächt. Deutschland verfügt noch immer über starke Abnehmerindustrien für Kunststoffe – umso wichtiger für den hiesigen Standort ist es, die gesamte polymere Wertschöpfungskette im Land zu haben.

(Bild: pro-K)

In der heutigen Zeit ist es unumgänglich, dass Unternehmen in der Kunststoffbranche Nachhaltigkeit als einen Kern ihrer Geschäftsphilosophie betrachten. Als Teil der Kunststoff verarbeitenden Industrie ist für uns klar, dass Nachhaltigkeit ganzheitlich verstanden und angegangen werden muss. Es geht nicht nur darum, umweltfreundliche Produkte zu schaffen, sondern auch um die Art und Weise, wie diese Produkte hergestellt werden. Hier sind für mich drei Aspekte zentral: Erstens, der Einsatz innovativer Materialien und Technologien – wie etwa die Verwendung von biobasierten oder recycelbaren Kunststoffen. Zweitens, die Prozessoptimierung für weniger Ressourcenverbrauch, mehr Energieeffizienz und Abfallreduzierung. In beiden Bereichen spielt naturgemäß der Einsatz moderner digitaler Lösungen eine Kernrolle; hier braucht es mehr Mut seitens der Unternehmen, diese auszuprobieren und langfristig einzusetzen. Und drittens, die Einbeziehung der gesamten Lieferkette. Es reicht nicht aus, dass Prozesse nachhaltig sind; die Unternehmen müssen auch sicherstellen, dass ihre Partner und Lieferanten ähnliche Umweltstandards erfüllen.

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