„Strategische Ressource“ Warum Borouge seine Recyclingkapazitäten in Europa ausbaut

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Borouge macht Recycling zum strategischen Bestandteil seines europäischen Polyolefingeschäfts. Damit reagiert der Konzern auf PPWR, steigende Rezyklatnachfrage und den Bedarf an europäischen Rohstoffquellen.

Borouge International erweitert seine Recyclingkapazitäten in Deutschland und Österreich um rund 14.000 Tonnen pro Jahr. Hinter dem Ausbau steckt mehr als eine Kapazitätserweiterung(Bild:  Ralf1403 /  Pixabay)
Borouge International erweitert seine Recyclingkapazitäten in Deutschland und Österreich um rund 14.000 Tonnen pro Jahr. Hinter dem Ausbau steckt mehr als eine Kapazitätserweiterung
(Bild: Ralf1403 / Pixabay)

Borouge International investiert in den Ausbau seiner Kapazitäten für mechanisches Recycling in Europa an den Standorten Niedergebra (Deutschland) und Wildon (Österreich). Mit den Investitionen stärkt das Unternehmen laut eigener Aussage seine Fähigkeit, die wachsende Kundennachfrage in Europa nach mechanisch recycelten Polyolefinen zu bedienen. Gleichzeitig sollen Kunden von einer verlässlichen Verfügbarkeit von Kreislaufmaterialien profitieren, angetrieben durch steigende Marktanforderungen, regulatorische Entwicklungen wie er PPWR sowie den Wunsch nach zuverlässigen Lieferketten.

Borouge ‌International ist 2026 aus dem Zusammenschluss der Petrochemieunternehmen Borealis, Borouge Plc und Nova Chemicals entstanden. Hinter dem Konzern ⁠mit Hauptsitz in Wien stehen der staatliche Ölkonzern der ‌Vereinigten Arabischen Emirate, Adnoc, ⁠und die österreichische OMV.

14.000 Tonnen zusätzliche Recyclingkapazität

Am Standort Borouge International Niedergebra (ehemals mtm plastics) wird die jährliche Produktionskapazität für recycelte Misch-Polyolefine (rPO) um knapp 9 Kilotonnen erhöht. Die Anlage verarbeitet gemischte Post-Consumer-Polyolefin-Abfälle zu hochwertigen Rezyklaten für eine Vielzahl starrer Anwendungen. Die zusätzliche Kapazität soll im ersten Quartal 2027 verfügbar sein.

Am Standort Borouge International Wildon (ehemals Ecoplast) wird die jährliche Produktionskapazität für recyceltes Polyethylen (rPE) um bis zu 5 Kilotonnen erweitert. Die zusätzlichen Kapazitäten sollen im vierten Quartal 2027 zur Verfügung stehen und die steigende Nachfrage nach Rezyklaten insbesondere für flexible Verpackungsanwendungen unterstützen.

Ergänzt wird das europäische Recyclingportfolio von Borouge International durch den Standort Elin Pelin in Bulgarien, wo jährlich mehr als 20 Kilotonnen hochwertiger Rezyklat-Typen aus Post-Consumer-Polypropylen (rPP) produziert werden. Gemeinsam decken die europäischen Standorte die Bereiche flexible PE-Anwendungen, starre PP-Anwendungen sowie Mischpolyolefin-Ströme ab und bieten Kunden ein umfassendes Produktportfolio an Kreislauflösungen.

Rezyklate werden zum strategischen Rohstoff

„Kreislaufmaterialien sind in Europa und weltweit eine strategische Ressource. Sie tragen nicht nur dazu bei, Nachhaltigkeits- und Regulierungsanforderungen zu erfüllen. Sie stärken auch die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, die Differenzierung von Marken sowie die Resilienz von Lieferketten“, sagt Dirk Langhammer, Senior Vice President Circular Solutions bei Borouge International. 

Mit den Investitionen an den europäischen Recycling-Standorten ermögliche man einem noch breiteren Kundenkreis einen verlässlichen Zugang zu zirkulären Polyolefin-Lösungen für vielfältige Einsatzbereiche. Zur Höhe der Investitionssumme äußerte sich Langhammer nicht.

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