Fakuma 2026 – Abschlussbericht  „Es war ein wunderbares Branchenfest“

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Die Fakuma 2026 stand ganz im Zeichen des 30. Jubiläums. Für den glanzvollen Rahmen sorgten gleich zwei Auszeichnungen. Trotz leichten Einbußen bei Ausstellern und Besuchern zeigt sich der Veranstalter sehr zufrieden. 

Vom 12. Oktober bis 16. Oktober 2026 zeigten 1.547 Aussteller auf der 30. Fakuma ihre Neuheiten und Weiterentwicklungen für die Kunststoffverarbeitung. (Bild:  Schall)
Vom 12. Oktober bis 16. Oktober 2026 zeigten 1.547 Aussteller auf der 30. Fakuma ihre Neuheiten und Weiterentwicklungen für die Kunststoffverarbeitung.
(Bild: Schall)

Vom 12. Oktober bis 16. Oktober 2026 zeigten 1.547 Aussteller auf der 30. Fakuma ihre Neuheiten und Weiterentwicklungen für die Kunststoffverarbeitung. Damit lag die Zahl erneut unter dem Vorjahreswert (2024: 1.639). Insgesamt reisten 36.278 Besucher (2024: 36.675) zur Fakuma 2026 nach Friedrichshafen.

Die Veranstalter zeigen sich trotzdem zufrieden, was auch am breitgefächerten Rahmenprogramm liegt. Der letzte Messetag habe als „Karriere-Freitag“ mit der Kampagne zur Nachwuchsförderung einen abschließenden Höhepunkt und ein starkes Signal für die Zukunft der Kunststoffindustrie gesetzt. „Die Resonanz auf allen Seiten war überwältigend“, betont Annemarie Schur, Projektleiterin der Fakuma beim Messeveranstalter P. E. Schall. 

Auszeichnung für Wegbegleiter der ersten Stunde 

Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messeunternehmens Schall, überreichte 12 Unternehmen, die schon bei der ersten Fakuma 1981 dabei waren und noch heute zu den aktuellen Ausstellern gehören, eine persönliche Auszeichnung. Diese Ehrung gebührte Arburg, Engel Austria, Getecha, Technotrans Solutions, Hasco Hasenclever, Ihne & Tesch, Kistler Instrumente, Werner Koch Maschinentechnik, Mold Masters Europa, Schuma Maschinenbau, Single Group sowie Wittmann Battenfeld. 

Eine besondere Auszeichnung – die erste Paul-Eberhard-Schall-Medaille – nahm mit großer Freude die heutige Arburg-Geschäftsführerin Juliane Hehl entgegen. Paul-Eberhard Schall und ihr Vater Eugen Hehl, damaliger Geschäftsführer des Herstellers von Kunststoff-Spritzgießmaschinen, hatten 1981 gemeinsam die Fakuma ins Leben gerufen. 

Die Vergabe erfolgte stimmungsvoll im Rahmen der Messeeröffnung. Prof. Dr. Martin Bastian, Vorstandsvorsitzender des „SKZ Das Kunststoffzentrum“ in Würzburg, hob in seiner Laudatio hervor: „Die Erfolgsgeschichte der Fakuma wurde nicht in einem Strategiepapier geboren. Sie entstand durch Unternehmergeist, durch Vertrauen, durch Handschlagqualität, durch Menschen, die bereit waren, Verantwortung zu übernehmen. Und deshalb ist es nur folgerichtig, dass die erste Paul-Eberhard-Schall-Medaille an jenes Unternehmen geht, das von Anfang an zu den engsten Wegbegleitern dieser Messe gehörte.“

Feuerwerk an Innovationen beim ersten Fakuma Innovation Award

Auf ein riesiges Interesse stieß der erste Fakuma Innovation Award, der anlässlich des 30. Geburtstags der Messe ausgelobt wurde. Ziel war es, technologische Exzellenz, Innovationskraft und Teamleistung innerhalb der kunststoffverarbeitenden Branche zu würdigen und auf einer wertschätzenden Plattform zu präsentieren. Insgesamt 18 Unternehmen wurden jeweils auf den Plätzen 3, 2 und 1 in den sechs Themenkategorien Spritzguss, Extrusion, Recycling, Werkzeug- und Formenbau / Thermoformen, Compounding und Werkstoffe sowie Peripherie gefeiert.

Starke Start-up-Community besonders im Bereich Biokunststoff

Über alle Messetage haben 18 junge Unternehmen – so viele wie noch nie! – in der Start-up-Area neue Lösungen und Ideen für die Kunststoffbranche gezeigt. Stark vertreten waren Biomaterialien beispielsweise für Verpackungen, Haushaltswaren oder Medizinprodukte. Biokunststoffe aus natürlichen und erneuerbaren Ressourcen wie etwa Algen, Mais oder Kartoffelstärke sind abbaubar sowie recyclingfähig und helfen dabei, Kunststoffabfälle in der Umwelt zu vermeiden. 

Starke Impulse für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen hat laut offiziellem Abschlussbericht auch der diesjährige „Round Table zur Fakuma“ gesetzt. „Die Stärken stärken“ lautete das Motto der Expertenrunde am zweiten Messetag, bei der Eva Söhnlein, Geschäftsführerin der Geiger Gruppe, Dr. Johannes Kilian, Vice President Process and Application Technology bei Engel Austria, Günther Klammer, CTO bei der Next Generation Holding, sowie Michael Weigelt, Geschäftsführer TecPart – Verband Technische Kunststoff-Produkte, Handlungsfelder diskutierten. 

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„Wir sind dankbar und froh, dass wir diese Jubiläumsmesse mit allen Beteiligten feiern durften“, fasst Bettina Schall die Fakuma 2026 zusammen. „Es war ein wunderbares Branchenfest mit wertvollen Fachgesprächen und vielen schönen Begegnungen. Auf die neue Tagesfolge mit der Messedauer von Montag bis Freitag gab es positive Resonanz. Und der gewohnte und geschätzte Spirit der Fakuma war auch in diesem Jahr allseits zu spüren: thematische Relevanz, pragmatische Ausrichtung, Lösungsorientiertheit sowie der Austausch stets auf Augenhöhe.“ 

Die nächste Fakuma findet vom 11. bis 15. Oktober 2027 statt. (me)