Fakuma 2026 Fakuma 2026: Wie sich Friedrichshafen auf das Branchentreffen vorbereitet

Von Stefan Lenz 4 min Lesedauer

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Vom 12. bis 16. Oktober 2026 findet in Friedrichshafen die 30. Fakuma statt. Rund 1.600 Aussteller aus 40 Nationen zeigen die gesamte Bandbreite der Kunststoffverarbeitung. Zum Jubiläum vergibt der Messeveranstalter P. E. Schall erstmals den Fakuma Innovation Award und die neu geschaffene Paul-Eberhard-Schall-Medaille.

Zahlreiche Fachbesucher strömen auch dieses Jahr wieder zur Messe Friedrichshafen: Vom 12. bis 16. Oktober 2026 erwartet die 30. Fakuma rund 1.600 Aussteller aus 40 Nationen zur internationalen Fachmesse für Kunststoffverarbeitung.(Bild:  Schall Messen)
Zahlreiche Fachbesucher strömen auch dieses Jahr wieder zur Messe Friedrichshafen: Vom 12. bis 16. Oktober 2026 erwartet die 30. Fakuma rund 1.600 Aussteller aus 40 Nationen zur internationalen Fachmesse für Kunststoffverarbeitung.
(Bild: Schall Messen)

Die Fakuma öffnet an fünf Messetagen jeweils von 9 bis 17 Uhr ihre Tore. In zwölf Hallen präsentieren die Aussteller Technologien entlang der gesamten Kunststoffverarbeitung: von Spritzgieß-, Umform- und Extrusionstechnik über 3D-Drucktechnik, Masterbatches, Werk- und Rohstoffe bis hin zu Werkzeugen, Prozesstechnik und Recycling.

Messe zeigt komplette Wertschöpfungskette

"Die Jubiläums-Fakuma werden wir als ein begeisterndes Branchenfest mit einem herausragenden Rahmenprogramm erleben“, sagt Bettina Schall.(Bild:  Schall Messen)
"Die Jubiläums-Fakuma werden wir als ein begeisterndes Branchenfest mit einem herausragenden Rahmenprogramm erleben“, sagt Bettina Schall.
(Bild: Schall Messen)

Für Verarbeiter bietet die Messe damit einen Überblick über den aktuellen technologischen Stand der Branche. Prof. Dr.-Ing. Christian Bonten vom Institut für Kunststofftechnik (IKT) der Universität Stuttgart bezeichnet die Fakuma als zentralen Branchentreffpunkt in Baden-Württemberg, der Verarbeitern Markttransparenz liefere und gleichzeitig den persönlichen Austausch mit langjährigen Wegbegleitern ermögliche. Ähnlich äußert sich Magnus Orth, Leiter Technikum und Materialentwicklung bei Igus: Die Messe fungiere als Impulsgeber für zukünftige Entwicklungen und strategische Ausrichtungen der Betriebe.

Fakuma Innovation Award erstmals ausgeschrieben

Zum Jubiläum wird erstmals der Fakuma Innovation Award ausgelobt. Der Wettbewerb umfasst sechs Themenkategorien, darunter Spritzguss, Extrusion, Recycling, Werkzeug- und Formenbau, Thermoformen sowie Compounding und Werkstoffe. Auch Enabler der Kunststofftechnik im Bereich Peripherie sind Teil des Wettbewerbs.

Die Bewerbung erfolgte bis Anfang September ausschließlich online. Voraussetzung war, dass das eingereichte Projekt live auf der Messe zu sehen ist – als Serienprodukt, funktionsfähiger Prototyp oder demonstrierte Technologie. Eine unabhängige Fachjury aus Wissenschaft und Industrie bewertet die Einreichungen nach Innovationsgrad, technischem Nutzen, wirtschaftlicher Relevanz und Nachhaltigkeit. Die Preisverleihung findet am Nachmittag des ersten Messetags statt.

„Wir wollen die 30. Fakuma feiern“, betont Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messeunternehmens P. E. Schall, hier mit dem Messebeirat. Die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung blickt mit Selbstbewusstsein auf ihre Erfolgsgeschichte und zugleich nach vorn.(Bild:  Schall Messen)
„Wir wollen die 30. Fakuma feiern“, betont Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messeunternehmens P. E. Schall, hier mit dem Messebeirat. Die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung blickt mit Selbstbewusstsein auf ihre Erfolgsgeschichte und zugleich nach vorn.
(Bild: Schall Messen)

Neue Auszeichnung würdigt langjährige Partnerschaften

Bereits im Rahmen der Eröffnungs-Pressekonferenz vergibt das Messeunternehmen Schall erstmals die neu geschaffene Paul-Eberhard-Schall-Medaille. Die Auszeichnung geht an ein Unternehmen, das nach Angaben des Veranstalters in besonderer Weise mit der Messe verbunden ist und sich mit Innovationen in der Kunststoffverarbeitung einen Namen gemacht hat.

„Wir wollen sowohl die herausragende technologische Stellung des Unternehmens für die Weiterentwicklung der Kunststoffverarbeitung als auch die enge Verbindung zu unserem Messeunternehmen würdigen“, sagt Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messeunternehmens P. E. Schall.

Zusätzlich ehrt der Veranstalter Unternehmen, die bereits 1981 zu den damals 76 Erstausstellern der Fakuma zählten und seither ununterbrochen an der Messe teilgenommen haben.

Round Table diskutiert Zukunftsfähigkeit der Branche

Am zweiten Messetag, Dienstag, 13. Oktober 2026, findet um 16 Uhr im Foyer Ost die dritte Auflage des „Round Table zur Fakuma“ statt. Unter dem Motto „Die Stärken stärken“ diskutiert ein Expertenteam, wie kunststoffverarbeitende Unternehmen ökonomische Randbedingungen, ökologische Notwendigkeiten und soziale Herausforderungen miteinander in Einklang bringen können.

An der Runde nehmen teil: Dr. Johannes Kilian, Vice President Process and Application Technology bei Engel Austria, Josef Hochreiter, Geschäftsführer der Next Generation Holding, Eva Söhnlein, Geschäftsführerin der Geiger Gruppe, sowie Michael Weigelt, Geschäftsführer des Verbands Technische Kunststoff-Produkte (TecPart).

Karriere-Freitag richtet sich an Branchennachwuchs

Am letzten Messetag, Freitag, 16. Oktober 2026, veranstaltet die Fakuma gemeinsam mit den Messebeiräten und Plastics Europe Deutschland erneut den Karriere-Freitag. Unter dem Motto „Mold your dreams, mold your future“ können Schüler, Studierende und Berufseinsteiger bei geführten Touren die Kunststoffbranche kennenlernen und direkt mit Ausstellern in Kontakt treten.

„Wir möchten jungen Menschen nicht nur Berufsbilder vorstellen, sondern echte Perspektiven eröffnen“, erklärt Bettina Schall. Der Karriere-Freitag solle Talente und Unternehmen direkt zusammenbringen – authentisch, praxisnah und auf Augenhöhe.

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DPMA berät zu Schutzrechten vor Ort

Am Mittwoch und Donnerstag, 14. und 15. Oktober 2026, ist das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) mit einem mobilen Beratungsangebot auf der Messe vertreten. Das DPMA ist nach eigenen Angaben das größte nationale Patentamt in Europa und das fünftgrößte weltweit. Zwei Fachleute informieren Interessierte direkt am Messestand zu Patenten, Gebrauchsmustern, Marken und Designs. Terminvereinbarungen sind kurzfristig während der Messe unter der Telefonnummer +49 151 6755 2912 möglich, vorab auch unter +49 89 2195-1000 oder per E-Mail an info@dpma.de.

Start-up-Area und Forum ergänzen das Programm

Über alle fünf Messetage zeigen junge Unternehmen in der Start-up-Area neue Lösungen für die Kunststoffbranche. Im begleitenden Forum finden täglich Fachvorträge statt, die Besuchern zusätzliche technologische Einblicke liefern.

Bessere Anreise über den Bodensee-Flughafen

Die Fluggesellschaft Air Uniqon nimmt den Flughafen Friedrichshafen (FDH) in ihr Streckennetz auf. Nach Angaben des Veranstalters verbessert dies die Erreichbarkeit des Messegeländes für Gäste aus dem In- und Ausland. Friedrichshafen liegt am Bodensee im Dreiländereck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ausblick

Mit rund 1.600 aus 40 Nationen und einem Rahmenprogramm aus Auszeichnungen, Fachdiskussionen und Nachwuchsförderung setzt die 30. Fakuma auf eine Mischung aus Ausstellung und Networking. „Die Jubiläums-Fakuma werden wir als ein begeisterndes Branchenfest mit einem herausragenden Rahmenprogramm erleben“, sagt Bettina Schall. „Wir freuen uns auf das Wiedersehen in Friedrichshafen.“