Shibaura Machine LWB erstmals auf der Fakuma 2026 Regelkreis sichert Bauteilqualität

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Auf der Fakuma 2026 demonstriert Shibaura Machine LWB eine Spritzgießzelle, die Schwankungen in der Schmelzeviskosität ausgleicht. Das System sichert konstante Qualität selbst beim Einsatz variabler Rezyklatchargen. Ergänzend zur Prozessüberwachung stellt das Partnerunternehmen EPF eine Prüfzelle für die intelligente Qualitätskontrolle vor.  Eine Live-Demonstration zeigt den gesamten Prozess.

Eine vollelektrische Spritzgießmaschine der Serie EC100SXIII produziert auf der Fakuma im Live-Betrieb eine Visitenkartenbox aus Polypropylen.(Bild:  Shibaura Machine LWB)
Eine vollelektrische Spritzgießmaschine der Serie EC100SXIII produziert auf der Fakuma im Live-Betrieb eine Visitenkartenbox aus Polypropylen.
(Bild: Shibaura Machine LWB)

Auf dem Gemeinschaftsstand A5-5217 in Halle A5 präsentieren Shibaura Machine LWB und E.P.F. Elettrotecnica S.r.l. (EPF) auf der Fakuma 2026 in Friedrichshafen automatisierte Fertigungskonzepte für die Kunststoffverarbeitung. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen die Erhöhung der Gesamtanlageneffektivität (OEE), die Stabilisierung von Spritzgießprozessen und eine intelligente Qualitätskontrolle der Bauteile.

Demonstrationsobjekt ist eine vollelektrische Spritzgießmaschine der Serie EC100SXIII mit einer Schließkraft von 1.000 kN (100 t), die im Live-Betrieb eine Visitenkartenbox aus Polypropylen fertigt. Ein kartesisches Linearhandling von Star Automation entnimmt die Spritzgussbauteile und legt sie gezielt auf ein Förderband ab.

Automatische Viskositätsregelung

Zentraler Baustein der Spritzgießzelle ist das Steuerungssystem S-Concept. Dieses System erfasst während des laufenden Spritzgießzyklus kontinuierlich die Rheologie der Kunststoffschmelze und korrigiert auftretende Viskositätsschwankungen ohne Bedienereingriff im geschlossenen Regelkreis. Insbesondere beim Verarbeiten von Rezyklaten oder schwankenden Rohstoffchargen verhindert die automatische Parameteranpassung Fehlschüsse und Maßabweichungen.

Dr. Georg Holzinger, Managing Executive Officer der Shibaura Machine und Sprecher der Geschäftsführung bei Shibaura Machine LWB.(Bild:  Shibaura Machine LWB)
Dr. Georg Holzinger, Managing Executive Officer der Shibaura Machine und Sprecher der Geschäftsführung bei Shibaura Machine LWB.
(Bild: Shibaura Machine LWB)

„Eine wichtige Innovation ist das neue S-Concept, welches kontinuierlich die Viskosität des Kunststoffs überwacht und die Verarbeitungsparameter automatisch in einem geschlossenen Regelkreis anpasst“, erklärt Dr. Georg Holzinger, Managing Executive Officer von Shibaura Machine und Geschäftsführer der Shibaura Machine LWB GmbH. Die online durchgeführte Parameterkorrektur verringert den Ausschuss bei der Werkstoffsubstitution und erweitert das verarbeitbare Prozessfenster.

Intelligente Qualitätskontrolle für eine flexible Fertigung

Ergänzend zur Prozessüberwachung stellt der Partner EPF die Prüfzelle Supata Smart Feeder mit angebundenem Vertikallager vor. Die Anlage verarbeitet mehrere Komponenten innerhalb eines Produktionsablaufs und führt über eine integrierte Bildverarbeitung eine vollständige Maß- und Oberflächenkontrolle durch. Ermittelte Prüfwerte verknüpft das System automatisch mit den jeweiligen Chargendaten, um eine durchgängige Datenrückverfolgbarkeit sicherzustellen.

EPF stellt mit einem eigenen Exponat den Supata Smart Feeder mit automatisiertem Vertikallager in den Mittelpunkt der Messe.(Bild:  EPF)
EPF stellt mit einem eigenen Exponat den Supata Smart Feeder mit automatisiertem Vertikallager in den Mittelpunkt der Messe.
(Bild: EPF)

„Supata vereint automatische Zuführung, Qualitätskontrolle und Rückverfolgbarkeit auf einer Plattform. So können unsere Kunden ihre Effizienz steigern und zugleich schnell auf veränderte Produktionsanforderungen reagieren“, betont Franco Filippi, CEO und Chairman von EPF. Schnelle Rezeptwechsel und ein optionaler automatischer Greiferwechsel verkürzen die Rüstzeiten bei schwankenden Bauteilvarianten.

Strategisches Joint Venture

Um schlüsselfertige Fertigungszellen in Südeuropa anzubieten, planen Shibaura Machine und EPF die Gründung eines gemeinsamen Joint Ventures. Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung im Juli 2026 soll die vertragliche Umsetzung des Gemeinschaftsunternehmens bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Kooperation bündelt die Spritzgießmaschinentechnik von Shibaura Machine mit der Automations- und Systemintegrationskompetenz von EPF für den italienischen und südeuropäischen Markt.

„Mit unseren Spritzgießmaschinen als Kern der Fertigung sowie passgenau integrierter Automation schaffen wir Lösungen, die unseren Kunden helfen, ihre Produktivität zu steigern und Prozesse zu stabilisieren“, erläutert Holzinger. (mg)

Service

Shibaura Machine LWB auf der Fakuma 2026: Halle A5, Stand A5-5217

Gemeinschaftsstand mit E.P.F. Elettrotecnica

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