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Biobasierte Kunststoffe Start-up Furanova verlagert FDCA-Pilotanlage 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Furanova will aus Zucker und Ökostrom einen Grundstoff für Kunststoffflaschen herstellen – und dabei gleich noch Wasserstoff gewinnen. Jetzt verlagert das Start-up seine Pilotanlage in den Chemiepark Gendorf.

V.l. ISG-Geschäftsleiter Dominik Gschwendtner, Ansiedlungsmanager Christian Eichner, Furanova-CEO Dr. Oliver Bolzern, Furanova-COO Dr. Christian Keck, ISG-Geschäftsleiter Dr. Christoph von Reden.(Bild:  Heiner Heine)
V.l. ISG-Geschäftsleiter Dominik Gschwendtner, Ansiedlungsmanager Christian Eichner, Furanova-CEO Dr. Oliver Bolzern, Furanova-COO Dr. Christian Keck, ISG-Geschäftsleiter Dr. Christoph von Reden.
(Bild: Heiner Heine)

Der Chemiepark Gendorf erhält weiteren Zuwachs aus dem Bereich industrieller Deeptech-Technologien: Das Start-up Furanova entwickelt ein chemisches Verfahren zur Herstellung biobasierter Grundstoffe für Kunststoffe und wird seine Pilotanlage von Raubling nach Gendorf verlagern. Mit diesem Schritt will Furanova seine Technologie in den industriellen Pilotmaßstab überführen und die Grundlage für weitere Ausbaustufen schaffen.

Bereits im Herbst 2026 wird Furanova Büroräume im Chemiepark beziehen. Anschließend folgt die Verlagerung der Pilotanlage nach Gendorf, die auf der speziell für Deeptech-Start-ups konzipierten Ansiedlungsfläche „Base ONE“ errichtet werden soll. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Perspektivisch plant Furanova den Aufbau einer Demonstrationsanlage sowie einer späteren Produktionsanlage im Chemiepark.

Biobasierte Grundstoffe und grüner Wasserstoff

Furanova entwickelt eine neue Technologie zur Herstellung biobasierter Grundstoffe für Kunststoffe der nächsten Generation. Gleichzeitig entsteht dabei grüner Wasserstoff. Damit verbindet das Unternehmen zwei wichtige Bausteine für eine Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen und eine klimafreundlichere Industrie in einem Verfahren.

Mit dem Aufbau der Pilotanlage in Gendorf soll die Technologie erstmals im industriellen Maßstab erprobt werden. Im Zentrum des Verfahrens steht die Herstellung von FDCA (2,5-Furandicarbonsäure), einem wichtigen Ausgangsstoff für Biokunststoffe wie Polyethylenfuranoat (PEF). 

Als Rohstoffe dienen Zucker und erneuerbare Elektrizität. Die geplante Skalierung der Technologie soll neue Wertschöpfungsketten auf Basis nachwachsender Rohstoffe ermöglichen und die Entwicklung nachhaltiger sowie recycelbarer Materialien unterstützen. Langfristig plant Furanova den Aufbau von 60 bis 80 Arbeitsplätzen am Standort Gendorf. 

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Hohes Marktpotenzial für FDCA

Das Marktpotential für FDCA ist groß: Furanova schätzt den adressierbaren Kunststoffmarkt auf 100 bis 200 Millionen Tonnen, darunter Anwendungen wie PEF-Flaschen, PEF-Fasern und PEF-Folien sowie weitere Kunststoffbereiche. PEF ist vollständig recycelbar und weist gegenüber Polyethylenterephthalat  (PET) unter anderem eine bessere Gasbarriere auf. Dadurch bleibt zum Beispiel Kohlensäure in PEF-Flaschen besser erhalten. (me)

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