IKV: Forschung für die Praxis PUR, Blasfolien, Coextrusion: Drei Ansätze des IKV für die Praxis
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Ob trennmittelfreie PUR-Entformung, schwankende Rezyklatqualität bei der Folienextrusion, oder Grenzschichtinstabilitäten bei der Coextrusion: Die Kunststoffverarbeitung steht vor komplexen Prozesshürden. Forschende des IKV Aachen zeigen mit neuen Messzellen, Scale-up-Modellen und Werkzeugsimulationen konkrete Lösungswege auf.
Messzelle für die trennmittelfreie PUR-Serienfertigung
Fertigungsvereinfachungen können die Wirtschaftlichkeit kunststoffbasierter Leichtbaukomponenten verbessern und in Branchen wie Automobil, Transport, Luftfahrt, Schifffahrt und Schuhindustrie zur Senkung von CO2-Emissionen beitragen. Ein Ansatz ist der Ersatz konventioneller Trennmittel durch permanente Werkzeugbeschichtungen in der PUR-Serienfertigung. Zwar ermöglichen konventionelle Trennmittel eine zuverlässige Entformung, sie können jedoch Rückstände auf Bauteilen sowie Formaufbau auf Werkzeugoberflächen verursachen. Dies beeinträchtigt die Bauteilqualität und erfordert regelmäßige, kosten-, zeit-, energie- und ressourcenintensive Reinigungen. Permanente, plasmapolymere Werkzeugbeschichtungen bieten daher eine vielversprechende Alternative. Ihr Einsatz ist jedoch ein sensibler Eingriff in die Produktionskette, da das Entformungsverhalten von Werkstoffchemie, Reaktionsverlauf und Prozessbedingungen abhängt. Bislang fehlte eine praxisnahe und reproduzierbare Möglichkeit, die Verträglichkeit eines PUR-Materialsystems mit einer solchen Trennschicht im Vorfeld zu bewerten.
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