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Prozesskühlung in der LDPE-Regranulierung  Kälte für den Kreislauf 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Bei der Verarbeitung von Folienabfällen entscheidet die Temperierung über die Qualität des LDPE-Regranulats. Rymoplast Deutschland sichert ihre Extrusionslinien in Markranstädt deshalb über eine 1,5-Megawatt-Containerkühlanlage von Technotrans ab. Wie das System Prozessstabilität mit hohen Energieeinsparungen vereint, zeigt der Praxiseinsatz. 

Die gesamte Technik – inklusive Pumpen, Tanks, Kältemaschinen und Schaltschränken – ist in eine wetterfeste Container-Kombination integriert und im Außenbereich platziert.(Bild:  Technotrans)
Die gesamte Technik – inklusive Pumpen, Tanks, Kältemaschinen und Schaltschränken – ist in eine wetterfeste Container-Kombination integriert und im Außenbereich platziert.
(Bild: Technotrans)

Die Morssinkhof-Rymoplast-Gruppe hat rund 30 Mio. Euro in ihr Werk im sächsischen Markranstädt investiert, um jährlich rund 30.000 Tonnen Folienabfälle zu LDPE-Regranulat aufzubereiten. Dabei werden die Folienballen geschreddert, gewaschen, getrocknet und extrudiert. Besonders die anschließende Granulierung erfordert ein präzises Thermomanagement, da unzureichende Kühlung zum Verkleben des Materials führt und die Materialqualität drastisch mindert.

„Druckluft, Wasser und eine zuverlässige Kälteversorgung sind die drei Säulen, auf denen unsere Prozessstabilität beruht“, erklärt Mark Langenhof, Business Development & Application Engineer bei der Rymoplast Deutschland. Um temperaturbedingte Produktionsausfälle zu vermeiden, setzt das Unternehmen auf eine zentrale Kühllösung von Technotrans. 

Geschlossener Kreislauf schützt vor Verschmutzung

Aus gebrauchten Gewerbe- und Industriefolien entsteht ein LDPE-Regranulat, das in seiner Qualität Neuware in nichts nachsteht. Die angelieferten Folienballen werden dafür geschreddert, gewaschen, getrocknet und schließlich extrudiert.(Bild:  Rymoplast)
Aus gebrauchten Gewerbe- und Industriefolien entsteht ein LDPE-Regranulat, das in seiner Qualität Neuware in nichts nachsteht. Die angelieferten Folienballen werden dafür geschreddert, gewaschen, getrocknet und schließlich extrudiert.
(Bild: Rymoplast)

Um den Platz in der Halle zu schonen und die Technik vor Produktionsstaub zu schützen, installierte Technotrans die komplette 1,5-Megawatt-Anlage in einer wetterfesten Container-Kombination im Außenbereich. Das geschlossene System vermeidet die Schwachstellen herkömmlicher, offener Kühltürme.

„Offene Systeme sind anfällig für Schmutzeintrag und bergen das Risiko von Legionellenbildung, was strenge behördliche Auflagen nach sich zieht“, erläutert Roger Schmidt, Sales Manager Cooling Solutions bei der Technotrans Solutions. Das System versorgt die Produktion konstant mit einer Vorlauftemperatur von 15 °C. Frequenzgeregelte Doppelpumpengruppen sichern die Redundanz und optimieren die Stromaufnahme im Teillastbetrieb. 

Intelligente Freikühlung senkt Stromverbrauch

Da geschlossene Kreisläufe energetisch anders gekühlt werden müssen als Verdunstungssysteme, kombiniert die Anlage hocheffiziente Kältemaschinen mit einer Freikühler-Einheit auf dem Containerdach. Bei hohen Außentemperaturen maximiert eine adiabatische Kühlung den Wirkungsgrad, indem Sprühwasser die Ansaugluft abkühlt. In den kälteren Monaten sorgt die sogenannte Winterentlastung dafür, dass die Kälte passiv über die Außenluft generiert wird und die Kompressoren abgeschaltet bleiben. „In unseren Breiten können wir die Kältemaschinen über viele Monate im Jahr komplett abschalten oder zumindest stark entlasten“, sagt Schmidt.

Im Vergleich zu konventionellen Kompressionskälteanlagen spart das System jährlich rund 650 MWh Strom ein. Dies entspricht einer Reduktion der CO2-Emissionen um fast 40 % beziehungsweise circa 480.000 kg/Jahr, weshalb die Investition durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert wurde. 

Modulare Skalierung für wachsende Kapazitäten

Für die Betreiber war neben der Energieeffizienz die langfristige Flexibilität des Anlagendesigns ausschlaggebend. Die Kälteversorgung wurde von Beginn an modular konzipiert: Versorgte sie zum Start 2022 zunächst zwei Extrusionslinien, konnte im Mai 2025 die geplante Erweiterung um eine dritte Erema-Linie reibungslos umgesetzt werden. „Die Anschlüsse und die Steuerung waren bereits vorbereitet“, betont Langenhof.

Zur Absicherung des kontinuierlichen Betriebs ist die Anlage zudem an ein digitales Monitoring angebunden. Die Instandhalter überwachen Drücke, Temperaturen und Durchflussmengen in Echtzeit über ein HMI-Touchpanel, während Technotrans bei Bedarf über eine Fernwartungsschnittstelle direkt auf die Steuerung zugreifen kann.

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