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Neue Interzero-Studie  Warum gutes Recycling häufig am Design scheitert 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Eine neue Studie zeigt, welchen Beitrag Kunststoffrecycling zum Ressourcen- und Klimaschutz leistet. Doch ein genauer Blick offenbart auch. Die Industrie stößt an ihre Grenzen, wenn Verpackungen falsch konstruiert werden.

Auf Kunststoffrecycling lag ein besonderer Schwerpunkt in der diesjährigen Studie.(Bild:  Interzero)
Auf Kunststoffrecycling lag ein besonderer Schwerpunkt in der diesjährigen Studie.
(Bild: Interzero)

Interzero hat allein im Jahr 2025 in Deutschland, Österreich, Polen, Italien und Slowenien durch die Kreislaufführung von rund 2 Millionen Tonnen Wertstoffen über 7,2 Millionen Tonnen Primärressourcen eingespart. Die Menge entspricht dem durchschnittlichen Ladungsgewicht von 13.439 Güterzügen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie des Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht. 

Zudem wurden mehr als 900.000 Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden. Das entspricht vermiedenen Klimaschadenskosten von rund 900 Millionen Euro, wenn die Interessen heutiger und zukünftiger Generationen gleich gewichtet werden.

3 Millionen Barrel Rohöl eingespart

Erstmals wurde auch die Menge an eingespartem Rohöl ermittelt: Durch die Kreislaufführung von rund 1 Million Tonnen Kunststoffen wurden im vergangenen Jahr rund 3 Millionen Barrel Rohöl eingespart. Das entspricht dem Volumen von etwa 9,5 Millionen Pkw-Tankfüllungen à 50 Liter. 

„Recycling macht aus Abfällen wieder wertvolle Rohstoffe für die Industrie. Das schont nicht nur Klima und Ressourcen, sondern schafft auch mehr Unabhängigkeit von Importen“, sagt Jan Kroker, CEO von Interzero. Damit werde Kreislaufwirtschaft zu einem Schlüssel für eine nachhaltige und souveräne europäische Wirtschaft. „Europa kann es sich nicht leisten, wertvolle Rohstoffe nach einmaliger Nutzung zu verlieren“, so Kroker weiter.

Hürden beim Verpackungsrecycling

Neben den positiven Gesamtzahlen liefert die detaillierte Auswertung der Leichtverpackungssammlung (LVP) wichtige Erkenntnisse über aktuelle Trends im Verpackungsmarkt: Der Anteil an Verbundverpackungen und Sortierresten im Gelben Sack ist gestiegen. 

Hauptursache sind unter anderem in der öffentlichen Wahrnehmung als nachhaltig geltende Papierverpackungen mit nicht trennbaren Kunststoff-Innenbeschichtungen sowie Verpackungen, die eine Herausforderung für die korrekte Mülltrennung darstellen. Dazu gehören beispielsweise kombinierte Verpackungen aus Kunststoffbehälter und Pappbanderolen, die auf Verbraucherseite manuell separiert werden müssen. Hinzu kommt das Problem der sogenannten Multilayer-Verpackungen, bei denen Kunststoffarten mit verschiedenen Beschaffenheiten fest miteinander verbunden sind.

Erweiterte Pfandpflicht zeigt Wirkung

Weiterhin zeigt die Studie, dass der Aluminiumanteil an den Verpackungsabfällen leicht rückläufig ist. Deutlicher zurückgegangen ist der Anteil von PET-Verpackungen im Gelben Sack. Grund dafür ist die erweiterte Pfandpflicht. Sie verlagert wertvolle PET-Flaschen aus dem Gelben Sack in den geschlossenen Pfandkreislauf.

„Unsere Zahlen belegen eindrucksvoll, welch enormen Beitrag Recycling zum Ressourcen- und Klimaschutz leistet. Doch die detaillierte Analyse zeigt auch: Wir stoßen an Grenzen, wenn Verpackungen falsch konstruiert werden“, sagt Kroker. 

Der Trend zu Papier-Plastik-Verbunden sei gut gemeint, erweise sich im Recyclingprozess aber oft als Sackgasse. „Deshalb ist die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) mit ihren verbindlichen Kriterien für Design for Recycling genau der richtige Weg“, so Kroker abschließend. 

Info

Im Profil

Interzero ist einer der führenden Dienstleister rund um die Schließung von Produkt-, Material- und Logistikkreisläufen sowie Innovationsführer im Kunststoffrecycling mit der größten Sortierkapazität Europas. Das Unternehmen unterstützt über 80.000 Kunden europaweit beim verantwortungsbewussten Umgang mit Wertstoffen. Mit rund 2.000 Mitarbeiter*innen erzielt das Unternehmen einen Umsatz von annähernd einer Milliarde Euro. 

Service

Interzero bietet eine neue Lösung zur Bewertung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen und zur Erstellung von PPWR-Konformitätserklärungen. Das Online-Tool „Check for Recycling“ basiert auf langjähriger Erfahrung des Kreislaufwirtschaftsdienstleisters. Weiterlesen

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