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Kunststoffverarbeiter aus Worms Renolit investiert in Neubau für Rohstoffaufbereitung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Am Hauptsitz in Worms schreiten die Bauarbeiten für die neue Mischerei von Renolit planmäßig voran. Das Familienunternehmen investiert über 55 Millionen Euro in den Neubau – optimiert die Produktionsprozesse, erhöht den Automatisierungsgrad und verbessert die Ergonomie für die Belegschaft.

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf die Baustelle(Bild:  Renolit)
Ein Blick aus der Vogelperspektive auf die Baustelle
(Bild: Renolit)

Am Hauptsitz des Kunststoffverarbeiters Renolit in Worms schreiten die Bauarbeiten für eine neue Anlage zur Mischung der Rezepturen im Rahmen der Rohstoffaufbereitung, die sogenannte „Mischerei“, planmäßig voran. Die Erdarbeiten für das Projekt haben im Februar dieses Jahres begonnen, derzeit werden die Betonfertigteile aufgebaut. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von 56 Millionen Euro stärkt das Familienunternehmen die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes nachhaltig und modernisiert langfristig die Infrastruktur vor Ort.

Schlüsselrolle in der Fertigung

In der Mischerei werden die verschiedenen Rohstoffe – wie Kunststoffe, Farbpigmente und weitere Zusatzstoffe – exakt nach Rezeptur abgewogen und miteinander vermengt. Das fertige Gemisch ist das unverzichtbare Ausgangsmaterial für die Herstellung der Renolit-Kunststofffolien in den anschließenden Produktionsschritten.

„Mit dieser Investition sichern wir die langfristige Leistungsfähigkeit unseres Stammwerks in Worms“, erklärt Dr. Michael Bätz, Werkleiter am Hauptsitz. Die neue Anlage ermögliche es Renolit, seine Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden durch moderne Ergonomie- und Logistikkonzepte spürbar zu verbessern. Zudem investiere man gezielt in umweltschonende Technologien.

Körperliche Belastung für die Belegschaft verringert

Neben der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit durch einen hohen Automatisierungsgrad ist ein wichtiger Aspekt der Modernisierung die Entlastung der Mitarbeitenden im Arbeitsalltag. Künftig übernehmen automatische, selbstfahrende Transportfahrzeuge den Transport der schweren Materialbehälter, wodurch sich die körperliche Belastung für die Belegschaft erheblich verringert. 

Die Bauarbeiten für die neue Mischerei am Renolit Hauptsitz in Worms schreiten planmäßig voran.(Bild:  Renolit)
Die Bauarbeiten für die neue Mischerei am Renolit Hauptsitz in Worms schreiten planmäßig voran.
(Bild: Renolit)

Das neue Gebäude erstreckt sich über mehrere Stockwerke. Ein geschlossener Verbindungstunnel aus Stahl verbindet die neue Mischerei direkt mit der bestehenden Produktionshalle, in der die Kunststofffolien hergestellt werden. Durch diesen Tunnel können die Transportfahrzeuge die Materialien wettergeschützt und vollautomatisch hin- und herbewegen.

37 automatische Wiegestationen

Auch im Inneren der neuen Mischerei kommt modernste, leicht zu bedienende Technik zum Einsatz. Für die Lagerung der Rohstoffe stehen zunächst acht große Lagersilos im Außenbereich bereit. Bei Bedarf kann die Kapazität auf bis zu 16 Silos erhöht werden. 

Um die verschiedenen Rohstoffe exakt abzumessen, werden 37 automatische Wiegestationen installiert. Eine Spezialanlage stellt zudem sicher, dass auch Kleinstmengen wie Farbpigmente grammgenau beigemischt werden. Sechs große Mischstationen sowie ein modernes, computergestütztes Steuerungssystem gewährleisten einen reibungslosen und sicheren Produktionsablauf.

Inbetriebnahme 2027

Bei der Planung wurden auch ökologische Kriterien berücksichtigt. So wird das Gebäude beispielsweise über Wärmepumpen beheizt. Bei den Containermischern kommt eine neue, wartungsärmere Antriebstechnik zum Einsatz, die eine effizientere Kühlung ermöglicht und die Geräuschentwicklung im Betrieb reduziert. Zudem wird durch bauliche Maßnahmen zur Medienrückhaltung sichergestellt, dass keine Produkte in die Umwelt austreten können.

Nach dem Baustart im Februar dieses Jahres soll der Rohbau des Gebäudes bis Dezember 2026 fertiggestellt sein. Der Einbau der neuen Anlagentechnik beginnt im November 2026 und erfolgt parallel zum weiteren Gebäudeausbau. 

Die Inbetriebnahme der neuen Dosieranlage ist für Juni 2027 vorgesehen. „Mit diesem anspruchsvollen Projekt stellt Renolit die Weichen für eine langfristig effiziente und umweltschonende Produktion direkt hier am Standort Worms“, fasst Bätz abschließend zusammen. (me)

Im Profil

Die Renolit Gruppe ist ein international tätiger Experte für hochwertige Folien, Platten und weitere Kunststoffprodukte. Mit mehr als 30 Produktionsstandorten und Vertriebseinheiten weltweit und einem Umsatz von 1,191 Milliarden Euro im Jahr 2025 zählt das Unternehmen mit Hauptsitz in Worms zu den global führenden Kunststoffverarbeitern. Rund 5.000 Mitarbeitende entwickeln das Know-how aus 80 Jahren Unternehmensgeschichte beständig und verantwortungsvoll weiter. 

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