Die Technologie-Tage 2025 in Loßburg begeisterten 4.000 Besucher aus 44 Nationen mit über 40 Maschinen und Lösungen für Spritzgießen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
Rund 4.000 Kunden aus 44 Nationen kamen vom 19. bis 21. März nach Loßburg, um Arburg als Lösungspartner und Trendsetter zu erleben.
(Bild: PlastXnow/Stefan Lenz)
Juliane Hehl, geschäftsführende Gesellschafterin für Global Marketing und Business Development bei Arburg, resümierte, dass die Technologie-Tage 2025 ihre positiven Erwartungen übertroffen und einen großartigen Erfolg dargestellt haben. Sie betonte, dass das Interesse an den Produkten und Dienstleistungen enorm hoch war. Die Kunden und Partner zeigten sich durchweg begeistert und schätzten den Know-how-Transfer sowie die persönlichen Gespräche mit den Experten. Eine spürbare Aufbruchstimmung war deutlich zu vernehmen.
Dr. Christoph Schumacher, Bereichsleiter Global Marketing, ergänzte, dass die Technologie-Tage 2025 und die hervorragende Resonanz auf die umfassende arburgSOLUTIONworld einen erstklassigen Auftakt in das bedeutende K-Messe-Jahr darstellten. Er kündigte an, dass Arburg diesen Schwung nutzen werde, um die Kunden intensiv mit Produkten, Dienstleistungen und Know-how zu unterstützen und so im Wettbewerb vorne zu bleiben.
Tragfähige Lösungskompetenz
Tobias Baur, Geschäftsführer Vertrieb und After Sales, schilderte in seiner Keynote zur "arburgSOLUTIONworld", wie Arburg sich gemeinsam mit seinen Kunden zukunftsfähig weiterentwickelt. Er betonte, dass Arburg den Herausforderungen des Marktes mit hoher Innovationskraft, Know-how und Lösungskompetenz begegnet. Im Ausstellungsbereich arburgSOLUTIONworld erhielten die Besucher praktische Einblicke in Tools, die ihnen helfen, die Effizienz in ihren Betrieben zu steigern und Kosten zu senken.
Digitalisierung nach wie vor im Trend
Experten stellten eindrucksvoll dar, wie digitale Vernetzung über das Arburg Leitrechnersystem ALS und das Kundenportal arburgXworld die Effizienz und Wirtschaftlichkeit in der Produktion nachhaltig steigern kann. Sie wiesen darauf hin, dass diese Lösungen auch dem Fachkräftemangel effektiv begegnen. Dies wurde durch Spritzgießexponate deutlich, in denen intelligente Pilot- und Assistenzfunktionen in die Gestica-Steuerung integriert waren, um Energie zu sparen, die Teilequalität zu verbessern und Maschinenbediener aktiv zu unterstützen. Auch die Kundenportal-App "ask ARBURG", die gebündeltes Spritzgießwissen zu Maschinen und Prozessen bietet und dank KI konkrete Fragen beantwortet, erfreute sich großer Beliebtheit.
Die neuesten Arburg-Produkte waren prominent platziert und stießen bei den Besuchern auf großes Interesse.
(Bild: Arburg)
Großes Interesse an neuen Produkten
Die neuesten Arburg-Produkte waren prominent platziert und stießen bei den Besuchern auf großes Interesse. Dazu gehörte der elektrische Allrounder 720 E Golden Electric mit 2.800 kN Schließkraft, der durch sein schlankes Design und attraktiven Preis besticht und für fast jede Branche von Bedeutung ist. Auch der neue Multilift Select 4, ein robuster Picker mit vier Kilogramm Traglast, bietet sich optimal als Einstieg in die Automation an und ist ab sofort erhältlich. Ein weiteres Highlight ist der "ARBURG FlowPilot" für Kalt- und Heißkanalwerkzeuge, der mit Temperiergeräten verschiedener Hersteller kombinierbar ist und sowohl in einer 4-fach- als auch 8-fach-Verteiler-Variante angeboten wird, was zur Reduzierung des Energiebedarfs und der Zykluszeiten beiträgt.
Automation und Turnkey sind stark gefragt
Der Ausstellungsbereich "Automation und Turnkey" stellte ein Highlight dar. Besucher konnten das gesamte Spektrum vom kostengünstigen Standardprodukt bis zur komplexen High-End-Lösung erleben, darunter Integralpicker, lineare Robot-Systeme wie den Multilift Select 4 und Sechs-Achs-Roboter. Besonders beeindruckend war ein Exponat, das Pommes-Schalen mit einem integrierten Multilift Select 6 und einem mobilen Cobot fertigte und kommissionierte. Außerdem hatten die Besucher die Möglichkeit, das einfache Programmieren von Sechs-Achs-Robotern selbst auszuprobieren. Automatisierte Würfeltechnologie und Fertigungszellen von Kunden zeigten die hohe Kompetenz sowie die über 30-jährige Erfahrung von Arburg im Turnkey-Geschäft.
Verarbeitung von Rezyklaten und alternativen Materialien
Das Thema Verarbeitung von Rezyklaten und alternativen Materialien fand große Aufmerksamkeit. Von Geduldsspielen aus papierfasern bis hin zu Stiftehaltern mit Eierschalen als Füllstoff und Mehrweg-Deckeln aus Meeresplastik-Rezyklat wurden zahlreiche nachhaltige Spritzgießanwendungen präsentiert. Auch das Zwei-Komponenten-Spritzgießen von Sonnenbrillen aus Thermoplast und LSR sowie das 256-fach-Werkzeug für LSR-Dichtungen fielen ins Auge.
Michael Hehl Geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung betont die Stellung der Arburg-Technologietage für die Branche: „Die vergangenen Jahre waren und sind virulent und herausfordernd: Covid, Lieferkettenschwierigkeiten, Kriege – und daraus resultierend: u. a. Energieprobleme – haben die Weltwirtschaft negativ beeinflusst und tun dies bis heute. In der aktuellen herausfordernden Situation, beschäftigt daher alle die zentrale Frage, wie es in Zukunft weitergehen wird! Wichtige Impulse hierfür liefern internationale Branchen-Events wie die Technologie-Tage.“
(Bild: PlastXnow/Stefan Lenz)
Umsatz sinkt deutlich, Personal wird angepasst
Noch auf der Fakuma im Herbst letzten Jahre hatte Arburg für das Gesamtjahr einen Umsatz in Höhe von 620 Millionen Euro prognostiziert. Dieses Ziel konnte das Unternehmen nicht erreichen. Mit 600 Millionen Euro liegt der Umsatz nun 23 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs und deutlich unter dem des Rekordjahres 2021 (875 Millionen Euro). „Die Auftragseingänge für die Maschinen sind nach wie vor schwach, und auch wir sind – ähnlich wie andere Unternehmen der Branche – weiterhin mit einer wirtschaftlich schwierigen Lage konfrontiert“, erklärte Steffen Kroner, Geschäftsführer für Finanzen, Controlling, IT und Personalmanagement, während der Pressekonferenz auf den Technologie-Tagen in Loßburg.
Stand: 16.12.2025
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Der aktuellen Situation geschuldet muss man bei Arburg nun aktiv gegensteuern. „Um die Kapazitäten sinnvoll anzupassen, unterscheiden wir strukturelle und konjunkturelle Anpassungsmaßnahmen. Über sozialverträgliche Maßnahmen reduzieren wir unseren Mitarbeiterstamm nachhaltig. Für die konjunkturelle Kapazitätsanpassung nutzen wir in Deutschland unternehmensweit bereits seit Januar 2024 das arbeitsmarktpolitische Mittel der Kurzarbeit. Wie viele Stellen der Maschinenbauer in Deutschland letztlich streichen wird, wurde von der Geschäftsführung nicht kommentiert.