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Wirtschaft & Märkte Wie bleibt die deutsche Kunststoffindustrie wettbewerbsfähig?

Von Stefan Lenz 11 min Lesedauer

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Branchen-Insights: Wie beeinflussen Asien & Nordamerika die deutsche Industrie? Experten teilen Strategien für globale Wettbewerbsfähigkeit.

Die deutsche Kunststoffindustrie steht vor wachsendem Wettbewerb aus Asien und Nordamerika. Um ihre Marktposition zu sichern, müssen Unternehmen auf Innovation, Nachhaltigkeit und Internationalisierung setzen. Nur durch technologische Exzellenz und flexible Strategien bleibt Deutschland wettbewerbsfähig.(Bild:  SynthArt Studio - stock.adobe.com)
Die deutsche Kunststoffindustrie steht vor wachsendem Wettbewerb aus Asien und Nordamerika. Um ihre Marktposition zu sichern, müssen Unternehmen auf Innovation, Nachhaltigkeit und Internationalisierung setzen. Nur durch technologische Exzellenz und flexible Strategien bleibt Deutschland wettbewerbsfähig.
(Bild: SynthArt Studio - stock.adobe.com)

Die deutsche Kunststoffindustrie sieht sich zunehmend mit einer sich wandelnden internationalen Marktlage konfrontiert. Die Konkurrenz aus Asien und Nordamerika nimmt stetig zu, wodurch sich die Exportmöglichkeiten deutscher Kunststoffunternehmen sowie ihre Wettbewerbsfähigkeit verändern. Insbesondere asiatische Hersteller haben ihre Produktionsqualität erheblich gesteigert und bieten Maschinen und Produkte zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis an. Dies setzt europäische Hersteller unter Druck, da steigende Standortkosten und regulatorische Herausforderungen die Produktion in Deutschland verteuern. Gleichzeitig wächst der Kostendruck, sodass deutsche Unternehmen gezwungen sind, innovative Strategien zu entwickeln, um ihre Marktposition zu behaupten.

Als Lösungsanbieter auftreten

Ein zentraler Ansatz ist die verstärkte Fokussierung auf innovative Produkte und kundenorientierte Dienstleistungen. Deutsche Unternehmen haben den Vorteil, über tiefgehendes technisches Know-how und langjährige Erfahrung im Maschinenbau zu verfügen. Dies ermöglicht es ihnen, nicht nur als reiner Hersteller, sondern zunehmend als Lösungsanbieter aufzutreten. Durch gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung können sie Technologien entwickeln, die sich von standardisierten Produkten asiatischer Anbieter abheben. Zudem gewinnt die Internationalisierung an Bedeutung. Durch die strategische Expansion in Märkte wie Nordamerika und Asien können Unternehmen lokale Wertschöpfungsstufen etablieren, beispielsweise durch "Local Sourcing" oder Montagen vor Ort. Dadurch lassen sich Transportkosten senken und eine größere Kundennähe schaffen.

Klare strategische Vision verfolgen

Neben diesen unmittelbaren Maßnahmen ist es für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit essenziell, eine klare strategische Vision zu verfolgen. Zukunftsorientierte Unternehmen der Kunststoffbranche sollten auf drei wesentliche Säulen setzen: Innovationsführerschaft, nachhaltige Produktionsprozesse und internationale Vernetzung. Die Fähigkeit, neue Trends frühzeitig zu erkennen und durch den Einsatz von Digitalisierung, Automatisierung und hochspezialisierten Materialien Wettbewerbsvorteile zu generieren, wird entscheidend sein. Ein starkes After-Sales-Service-Angebot sowie intelligente, adaptive Maschinen, die sich flexibel an sich verändernde Produktionsanforderungen anpassen lassen, werden in den kommenden Jahren ebenfalls immer wichtiger.

Zudem muss der Aspekt der Nachhaltigkeit stärker in den Fokus rücken. Der Trend geht klar in Richtung ressourcenschonender Produktionsprozesse und kreislaufwirtschaftlicher Konzepte. Unternehmen, die frühzeitig auf recycelbare oder biobasierte Kunststoffe setzen und durch energieeffiziente Fertigungsmethoden ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren, werden sich langfristig einen Wettbewerbsvorteil sichern. Die Kooperation mit internationalen Partnern und Kunden ist dabei von zentraler Bedeutung, um Nachhaltigkeitsstrategien entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu etablieren.

Schließlich wird auch die geopolitische Situation eine wichtige Rolle spielen. Handelsbarrieren, Zölle und geopolitische Spannungen können den Export deutscher Kunststoffunternehmen erschweren. Daher ist es essenziell, sich nicht nur auf den heimischen oder europäischen Markt zu verlassen, sondern durch ein starkes internationales Netzwerk resilient gegenüber externen Einflüssen zu werden.

Kunststoffindustrie hat große Chancen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die deutsche Kunststoffindustrie vor großen Herausforderungen steht, aber auch Chancen hat, ihre globale Marktstellung durch Innovation, nachhaltige Produktion und strategische Internationalisierung zu sichern. Unternehmen, die es schaffen, sich flexibel an die neuen Marktbedingungen anzupassen und sich durch technologische Exzellenz sowie nachhaltige Geschäftsmodelle abzuheben, werden langfristig erfolgreich sein.

Wir haben bei wichtigen Branchen-Playern und Verbänden nachgefragt, wie sie die internationale Marktlage, in Bezug auf Asien und Nordamerika, auf die deutsche Industrie auswirkt und welche Strategien man verfolgen sollte, um im globalen Markt langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Mehr dazu lesen Sie auf den folgenden Seiten.

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