Handtmann auf der Fakuma 2026 Rezyklat für PA12-Hochleistungsanwedungen

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Mit einem PA12R aus aufbereiteten Produktionsspänen bietet das auf die Herstellung sowie Ver- und Bearbeitung von Guss-Polyamid 12 spezialisierte Unternehmen Handtmann eine technisch gleichwertige Alternative zu PA12-Spritzguss-Neuware an. Ein Vorteil ist die individuelle Modifikation kleiner Mengen.

Handtmann zeigt auf der Fakuma 2026 das breite Einsatzspektrum von PA12-Rezyklat für technische Komponenten auf. Im Standard gibt es das PA12-Rezyklat grau und schwarz eingefärbt, für Hochvolt-Anwendungen zudem im charakteristischen Orange.(Bild:  Handtmann)
Handtmann zeigt auf der Fakuma 2026 das breite Einsatzspektrum von PA12-Rezyklat für technische Komponenten auf. Im Standard gibt es das PA12-Rezyklat grau und schwarz eingefärbt, für Hochvolt-Anwendungen zudem im charakteristischen Orange.
(Bild: Handtmann)

Ein Recycling-Werkstoff, der sich in seinen Eigenschaften kaum von PA12-Neuware unterscheidet, auch in kleinen Tonnagen spezifisch angepasst werden kann und einen deutlichen Preisvorteil mitbringt: Mit diesem Ansatz präsentiert die Handtmann Kunststofftechnik, Biberach, ihren Werkstoff PA12R auf der Fakuma 2026. „Der PA12-Markt ist riesig. Wir bieten mit PA12R eine hochwertige Option, mit der sich Recyclingquoten erfüllen und der CO2-Fußabdruck reduzieren lassen. Gleichzeitig liegt unser Werkstoff je nach Modifikation rund 30 Prozent unter dem Preis von Neuware“, erklärt CEO Mark Hoffmann.

Bekannt ist das Unternehmen vor allem für den Werkstoff Lauramid PA12C. Das Gusspolyamid (C steht für Cast) wird bei Handtmann direkt aus Laurinlactam mit Aktivatoren und Katalysatoren drucklos entweder als Halbzeug oder in Form gegossen. „Lauramid PA12C ist das hochwertigste Polyamid in der hochwertigsten Verarbeitungsform“, ist Michael Schwellinger, Bereichsleiter Vertrieb der Handtmann Kunststofftechnik, überzeugt. 

Definierter Abfallstrom aus sortenreinem Guss-Polyamid

Das recycelte, regranulierte PA12R basiert auf Abfall-Spänen aus sortenreinem Guss-Polyamid Lauramid PA12C. Es kann im Spritzguss oder 3D-Druck zu hochwertigen technischen Bauteilen verarbeitet werden.(Bild:  Handtmann)
Das recycelte, regranulierte PA12R basiert auf Abfall-Spänen aus sortenreinem Guss-Polyamid Lauramid PA12C. Es kann im Spritzguss oder 3D-Druck zu hochwertigen technischen Bauteilen verarbeitet werden.
(Bild: Handtmann)

Aus den in der hauseigenen spanabhebenden Bearbeitung anfallenden Spänen entwickelte Handtmann das weiter verarbeitbare Regranulat PA12R. Genauso wie PA12-Spritzgussgranulat der etablierten Chemiekonzerne bei der Herstellung auf die spätere thermische Verarbeitung eingestellt wird, kommen bei der mechanischen Aufbereitung der Gusspolyamid-Späne entsprechende Additive zur Optimierung etwa der Fließfähigkeit zum Einsatz.

„Die Materialeigenschaften unseres PA12R entsprechen denen der Neuware von PA12-Spritzgussgranulat“, erklärt Schwellinger. Unter den Polyamiden hebt sich der Hochleistungswerkstoff PA12 vor allem durch seine geringe Wasseraufnahme, gute Reib- und Verschleißeigenschaften sowie hohe Maßhaltigkeit, Schlagzähigkeit, Chemikalien- und Medienbeständigkeit ab.

Während Recyclingwerkstoffe häufig mit schwankenden Eigenschaften assoziiert werden, basiert das recycelte, regranulierte PA12R auf sortenreinem Guss-Polyamid Lauramid PA12C. Handtmann stellt auf diese Weise eine reproduzierbare Qualität und vollständige Rückverfolgbarkeit sicher. „Unser PA12R ist prozesssicher und qualitätsgeprüft“, betont CEO Hoffmann.

Spezifische PA12R-Compounds auch bei kleinen Mengen

Für Anwender eröffnet Handtmann mit diesem Rezyklat ein breites Einsatzspektrum. Das PA12R lässt sich nicht nur im Spritzguss verarbeiten, wie es der Markenname Lauramid Inject impliziert, sondern auch im 3D-Druck sowie zu Folien und Halbzeugen extrudieren. Im Unterschied zu den auf große Abnahmemengen ausgerichteten Werkstoffherstellern kann Handtmann kundenspezifische Anforderungen auch bei kleinen Mengen erfüllen. Dazu gehören Farbbatches, Leitrußstrukturen zur Anpassung der elektrischen Eigenschaften oder Flammschutzeinstellungen.

Gerade in der individuellen Materialanpassung sieht Handtmann eine Nische und großes Potenzial für sein PA12R. Generell ist das Geschäftsmodell auf Anwendungen mit einem Bedarf von wenigen Tonnen ausgerichtet. Naheliegende Einsatzgebiete sind der Maschinen- und Anlagenbau (Fördertechnik, Verpackungstechnik, Intralogistik, Automatisierung), das maritime Umfeld sowie Hochvoltanwendungen, für die PA12R im typischen Hochvolt-Orange eingefärbt und für elektrische Anwendungen modifiziert ist.

Unkompliziert in der Verarbeitung 

Wie sich das PA12R in der Praxis verhält, zeigt die Erfahrung des zum Handtmann-Geschäftsbereich Kunststofftechnik gehörenden Kunststoffverarbeiters Kegelmann in Rodgau. Bei dem Spezialisten für Klein- und Sonderspritzgießserien sowie 3D-Druck leitet Jan Offhaus die Abteilung Spritzguss. „Zwar erfordert die im Vergleich zu anderen Polyamiden höhere Viskosität des PA12R rund 30 Prozent höhere Einspritzdrücke, jedoch liegt die Verarbeitungstemperatur deutlich darunter, die Verarbeitung von PA12R ist daher unkompliziert. Im Schnitt liegt die Massetemperatur bei 240 Grad Celsius. Das Material lässt sich gut trocknen. Das Einmahlen und erneute Zuführen zur Wiederverwertung funktionieren ebenfalls. Wichtig ist die Werkzeugentlüftung“, schildert Offhaus seine Erfahrungen.

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Auf der Fakuma wird Handtmann mit konkreten Bauteilen aus dem Spritzguss und 3D-Druck das breite Einsatzspektrum von PA12R für technische Komponenten aufzeigen. Im Standard bietet Handtmann das PA12R als grau und schwarz eingefärbtes Granulat an, für Hochvoltanwendungen zudem im charakteristischen Orange-Farbton. Neben unverstärkten Typen gibt es sowohl mit Glas- als auch Carbonfasern verstärktes PA12R. Darüber hinaus erfüllt Handtmann kundenspezifische Anforderungen auch bei kleinen Mengen. (mg)

Service

Handtmann auf der Fakuma 2026: Halle B2, Stand 2112

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