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Chemisches Recycling Covestro startet Pilotanlage für Hochleistungselastomere

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Covestro hat an seinem Standort in Leverkusen eine Pilotanlage für das chemische Recycling von Hochleistungselastomeren eröffnet. Damit überführt das Unternehmen ein neuartiges Recyclingverfahren aus der Laborentwicklung in den Pilotbetrieb.

Von links nach rechts: Dr. Lennart Sandbrink, Projektleiter Elastomer-Recycling; Dr. Bastian Mahr, Engineering Lead Pilot Plant; Monique Buch, Chief Commercial Officer; Dr. Michael Traving, Plant Manager Piloting; Dr. Markus Dugal, Head of Process Technology; und Dr. Thomas Braig, Leiter der Geschäftseinheit Elastomers.(Bild:  Covestro)
Von links nach rechts: Dr. Lennart Sandbrink, Projektleiter Elastomer-Recycling; Dr. Bastian Mahr, Engineering Lead Pilot Plant; Monique Buch, Chief Commercial Officer; Dr. Michael Traving, Plant Manager Piloting; Dr. Markus Dugal, Head of Process Technology; und Dr. Thomas Braig, Leiter der Geschäftseinheit Elastomers.
(Bild: Covestro)

Covestro hat an seinem Standort in Leverkusen eine neue Pilotanlage für das chemische Recycling von Hochleistungselastomeren eröffnet. Mit dem Projekt im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich überführt das Unternehmen ein neuartiges Recyclingverfahren für Vulkollan aus der Laborentwicklung in den Pilotbetrieb.

Als eine der weltweit ersten Anlagen dieser Art für diese Materialklasse ist die Pilotanlage ein wegweisender Schritt hin zu zukunftsfähigen zirkulären Lösungen für Hochleistungselastomere. Das Projekt baut auf der starken deutschen Chemie- und Ingenieurskompetenz auf und unterstreicht das Bekenntnis von Covestro zu Leverkusen als Standort für industrielle Innovation.

Vom Labormaßstab zur technischen Validierung

Im Mittelpunkt des Projekts steht Vulkollan, ein Hochleistungs-Polyurethanelastomer, das unter anderem in Gabelstaplerrollen, Bahnpuffern, Anschlagspuffer im Automobilbereich und Komponenten zur Schwingungsdämpfung eingesetzt wird. Oft kaum sichtbar, leisten diese Materialien einen wesentlichen Beitrag zum sicheren, zuverlässigen und langlebigen Betrieb von Fahrzeugen und Industrieanlagen.

Das chemische Recyclingverfahren von Covestro zerlegt ausgewählte Vulkollan-Altmaterialien in gereinigte chemische Bausteine, die erneut genutzt werden können. Unter definierten Prozess- und Einsatzstoffbedingungen können mehr als 90 Prozent des ausgewählten Materials bezogen auf die Masse recycelt werden. Gleichzeitig kann der CO2-Fußabdruck des zurückgewonnenen Materials gegenüber fossilbasiertem Neumaterial um bis zu zwei Drittel reduziert werden.

Mit der neuen Pilotanlage geht Covestro nun über den Labormaßstab hinaus. Das Unternehmen kann laut eigener Aussage unterschiedliche Altmaterialströme testen, das Verfahren weiter optimieren und die notwendigen Daten für eine mögliche zukünftige industrielle Skalierung gewinnen.

Aufbauend auf den Arbeiten mit Vulkollan will Covestro die Pilotanlage zudem nutzen, um zirkuläre Lösungen für ausgewählte Spezial-Gießelastomere und thermoplastische Polyurethane (TPU) zu untersuchen. (me)

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