Zahnradpumpe Extrex EC Hart-PVC prozesssicher fördern

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Hart-PVC gilt als eines der anspruchsvollsten Fördermedien in der Extrusion. Maag hat sich dieser Herausforderung angenommen und präsentiert auf der Fakuma 2026 die Lösung – inklusive erstem Praxiseinsatz.

PVC-Pumpe von Maag im Einsatz im Technikum bei Rehau.(Bild:  Maag)
PVC-Pumpe von Maag im Einsatz im Technikum bei Rehau.
(Bild: Maag)

Maag präsentiert auf der Fakuma 2026 ein technologisches Highlight: Extrex6 EC. Dabei handelt es sich laut Hersteller um die erste Zahnradpumpe, die speziell für die kontinuierliche Förderung von anspruchsvollem Hart-PVC (Polyvinylchlorid) ausgelegt ist. 

Premiere feierte die Extrex6 EC auf der K 2025 in Düsseldorf. In Friedrichshafen bringt der Hersteller nun die Ergebnisse aus dem ersten Praxiseinsatz mit. Rehau bestätigt das enorme Potenzial des neuen Pumpensystems für die Kreislaufwirtschaft.

Spaltenfreie Konstruktion ohne Toträume

Hart-PVC gilt aufgrund seiner extremen thermischen Empfindlichkeit und der Neigung zur Zersetzung als eines der anspruchsvollsten Fördermedien in der Extrusion. Herkömmliche Zahnradpumpen stoßen hierbei oft an ihre Grenzen: In Spalten und Toträumen verweilt das Material zu lange, was unweigerlich zu Ablagerungen, Materialverbrennungen und Prozessinstabilitäten führt.

Maag hat die Extrex⁶ EC gezielt für diese Problemstellung entwickelt. Ihre spaltfreie Konstruktion ohne Toträume verhindert effektiv das Anhaften und Stauen von Polymeren in der Pumpe. Dadurch wird die thermische Belastung des PVC signifikant reduziert und das Risiko einer Zersetzung eliminiert.

Technologische Highlights

(Bild: Maag)

Zu den technologischen Highlights zählt der Hersteller:

  • Spaltfreie Bauweise ohne Toträume: Verhindert verlängerte Verweilzeiten, Materialverbrennungen und sorgt für einen sauberen Prozess.

  • Effizienzsteigerung des Extruders: Die gleichmäßige, druckstabile Förderung entlastet den Extruder signifikant. Je nach Anwendung lässt sich der Materialdurchsatz deutlich erhöhen oder bei konstantem Durchsatz eine Energieeinsparung von bis zu 20 % im Extruder erzielen.

  • Reduktion der Prozesstemperatur um bis zu 10 °C: Die optimierte Temperaturführung senkt die thermische Belastung des Schmelzeprozesses. Dies macht den Einsatz teurer Stabilisatoren teilweise überflüssig.

Mehr Informationen erhalten sie am Messestand (Halle A6, Stand A6-6202) sowie unter www.maag.com

Erfolgreicher Praxiseinsatz bei Rehau

Wie leistungsfähig das System unter realen Produktionsbedingungen ist, zeigen die Ergebnisse einer mehrjährigen Entwicklungskooperation mit der Rehau. Nach intensiven Versuchen im Technikum des Unternehmens zwischen 2022 und 2024 wurde Anfang 2025 ein finaler Prototyp erfolgreich mit einem Serienprofil getestet. Durch die Optimierung des thermischen Haushalts der Pumpe konnte Maag sicherstellen, dass die Temperaturerhöhung über die Pumpe nicht größer als 6 K war – bei einer bereits um 10 K niedrigeren Schmelzetemperatur.

Besonders beim Einsatz von kostengünstigem PVC-Recyclingmaterial mit inhärent inhomogenen Batches spielte die Extrex⁶ EC ihre Stärken aus. Druckschwankungen an der Düse wurden durch den konstanten Ausstoß der Zahnradpumpe minimiert, wodurch die Produktqualität der Profile massiv stieg. Gleichzeitig sank die Belastung des Extruders um bis zu 20 Prozent, was eine höhere Lebensdauer der Anlage und spürbare Kosteneinsparungen im Wartungszyklus verspricht. 

Bei sämtlichen Versuchen mit Recyclingmaterial kam es zu keinen Verfärbungen und es mussten keine zusätzlichen Stabilisatoren eingesetzt werden. Rehau erzielt dadurch einen klaren wirtschaftlichen und ökologischen Vorteil. Denn teures Neumaterial kann durch Rezyklat ersetzt werden.

Globale Implementierung im Blick

Inzwischen wurde die neue PVC-Pumpe in einem spanischen Werk von Rehau erfolgreich zu Produktionszwecken installiert. Ein verlängerter Leasingvertrag sichert nun die nötige Zeit, um das neue Pumpensystem schrittweise in den globalen Anlagenpark des Kunststoffverarbeiters zu implementieren.

„Die Entwicklung der Schmelzepumpe bis zum vorliegenden, seriennahen Prototyp war professionell und wurde von allen Beteiligten mit großem Engagement vorangetrieben. Die Abstimmung der erforderlichen Schritte erfolgte partnerschaftlich und auf Augenhöhe“, blickt Martin Schwanck, Process Engineering bei der Industrial Solutions SE & Co. KG, positiv zurück. Nach Inbetriebnahme und Schulung im Produktionswerk seien die Mitarbeiter sofort in der Lage gewesen, die Pumpe eigenständig zu bedienen. me

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