IKV: Forschung für die Praxis Neue Impulse für Spritzguss und Pultrusion
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Das IKV Aachen liefert neue Praxisansätze für Pultrusion und Spritzguss. Forschende messen erstmals Harzverweilzeiten in Injektionsboxen, verlängern Fließwege über erodierte Werkzeuge und automatisieren Kaskaden-Strategien. Das spart teure Versuchsreihen.
Pultrusion: Fließwege in der Injektionsbox identifizieren
Injektionsboxen lösen das offene Harzbad in der Pultrusion zunehmend ab, obwohl es dafür noch keine belastbaren Auslegungsregeln gibt. Ein Verfahren des IKV macht die Harzverweilzeit im geschlossenen Werkzeug erstmals ortsaufgelöst messbar und liefert damit ein bisher fehlendes Auslegungskriterium. Geschlossene Injektionsboxen bringen dem Pultrudeur klare Vorteile: praktisch keine VOC-Emissionen, kein Harzüberschuss und die Möglichkeit, hochreaktive, schnell härtende Systeme zu verarbeiten und somit die Abzugsgeschwindigkeit zu erhöhen. Herausforderung dabei ist die nicht genau definierte Strömung in der Injektionsbox. Totwasserzonen führen zu angelierten Ablagerungen an den Wänden und eine unvollständige Imprägnierung zu Poren im Profil. Beides zeigt sich erst am Bauteil oder beim Werkzeugstillstand. Standardisierte Konstruktionsrichtlinien existieren nicht.
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