Gastkommentar 30. Fakuma: Die Kunststoffwelt trifft sich am Bodensee

Von Bettina Schall 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

(Bild:  Schall Messen)
(Bild: Schall Messen)

Wenn sich von Montag, 12. bis Freitag, 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen die Türen zur Fakuma öffnen, steht ein besonderes Jubiläum bevor: Wir feiern die 30. Auflage unserer internationalen Fachmesse für Kunststoffverarbeitung. Was 1981 mit 76 Erstausstellern begann, hat sich zu einer bedeutenden europäischen Plattform für die Kunststoffverarbeitung entwickelt. Für mich ist dieses Jubiläum deshalb weit mehr als eine Zahl: Es steht für 45 Jahre Entwicklung, Veränderung und Verbundenheit mit einer Branche, die sich immer wieder neuen Aufgaben stellt.

Die Themen der Kunststoffverarbeitung haben sich in dieser Zeit deutlich gewandelt. Von einer stärker linear geprägten Wertschöpfung hat sich der Blick hin zu Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und digitaler Vernetzung erweitert. Die Fakuma begleitet diese Entwicklung und macht sie in Friedrichshafen sichtbar. Dabei bleibt unser Anspruch, die ganze Welt des Kunststoffs abzubilden – von Spritzgießen, Extrusion und Umformtechnik über 3D-Druck, Masterbatches, Werk- und Rohstoffe und Werkzeugtechnik bis hin zu Prozesstechnik und Recycling.

Gerade diese thematische Breite macht die Fakuma zu einem besonderen Treffpunkt. Fachbesucher kommen nach Friedrichshafen, um neue Produkte und Lösungen kennenzulernen, konkrete Anwendungen zu vergleichen und Gespräche mit den Anbietern zu führen. In einer Zeit, in der Investitionsentscheidungen sorgfältig geprüft werden, sind diese unmittelbaren Vergleichsmöglichkeiten besonders wertvoll. Die Fakuma bietet dafür eine praxisnahe Plattform, auf der technische Lösungen und konkrete Anforderungen direkt aufeinandertreffen.

Gerade diese thematische Breite macht die Fakuma zu einem besonderen Treffpunkt.

Neben der Ausstellung gehört deshalb auch der persönliche Austausch fest zur Messe. Fachvorträge im Forum liefern zusätzliche Impulse, während die Round-Table-Diskussion am zweiten Messetag die wirtschaftliche Perspektive in den Mittelpunkt rückt. Unter dem Titel „Die Stärken stärken – wie festigt die europäische Kunststoffindustrie ihre Resilienz?“ geht es um Wege, die für kunststoffverarbeitende Unternehmen in eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft führen können.

Zur Jubiläumsmesse setzen wir zudem einen neuen Akzent: Erstmals vergeben wir den Fakuma Innovation Award. In sechs Themenkategorien werden Lösungen aus der gesamten Welt der Kunststoffe betrachtet. Die Einreichungen wurden von unabhängigen Branchenexperten aus Wissenschaft und Industrie anhand definierter Kriterien bewertet. Der Award soll einen Impuls für den technologischen Fortschritt in der Kunststoffverarbeitung geben und zugleich sichtbar machen, wofür die Fakuma steht: Leistung und Kompetenz.

Auch der Nachwuchs gehört für mich zu einer zukunftsfähigen Branche. Deshalb setzen wir mit dem Karriere-Freitag erneut ein Zeichen. Unter dem Motto „Mold your dreams, mold your future“ können Schüler, Studierende und Berufseinsteiger die Kunststoffbranche kennenlernen. Über alle fünf Messetage hinweg bietet außerdem die Start-up-Area jungen Unternehmen Raum, ihre Ideen und Lösungen zu präsentieren.

Das Jubiläum selbst wird ebenfalls auf der Messe sichtbar. Im Rahmen der Eröffnungspressekonferenz vergeben wir erstmals die Paul-Eberhard-Schall-Medaille. Sie geht an ein Unternehmen, das in besonderer Weise mit der Fakuma verbunden ist und sich mit Innovationen in der Kunststoffverarbeitung einen Namen gemacht hat. Gleichzeitig ehren wir Unternehmen, die bereits 1981 zu den 76 Erstausstellern gehörten und der Fakuma seitdem kontinuierlich verbunden geblieben sind.

Für mich gehört beides zusammen: der Blick zurück auf die Geschichte der Fakuma und der Blick nach vorn auf die Aufgaben der Kunststoffindustrie. Die Branche hat sich verändert, und mit ihr die Themen, die auf der Messe diskutiert und präsentiert werden. Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Digitalisierung sind heute ebenso Bestandteil der Kunststoffverarbeitung wie Spritzgießen, Extrusion oder Werkzeugtechnik.

Dabei bleibt die Fakuma eine Messe für die Praxis. Technologische Entwicklungen müssen sich an konkreten Anwendungen bewähren und einen Nutzen für die Anwender bieten. Genau dafür ist der persönliche Austausch entscheidend. Wer unterschiedliche Lösungen unmittelbar miteinander vergleichen und mit den Menschen dahinter diskutieren kann, erhält eine andere Perspektive auf Technologie und Investitionsentscheidungen als durch reine Produktinformationen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Ich freue mich deshalb besonders darauf, dass die Fakuma auch zu ihrem 30. Jubiläum die unterschiedlichen Facetten der Kunststoffverarbeitung zusammenbringt. Etablierte Unternehmen treffen auf Start-ups, erfahrene Fachleute auf Nachwuchskräfte, technologische Lösungen auf konkrete Anwendungen. Ausstellung, Fachvorträge, Diskussionen und verschiedene Programmangebote ergänzen sich dabei zu einem Gesamtpaket aus Kommunikation, Wissensvermittlung und Begegnung.

45 Jahre nach ihrer ersten Ausgabe zeigt die Fakuma damit nicht nur, wie sich eine Fachmesse entwickeln kann. Sie zeigt auch, wie eng eine Messe mit der Entwicklung ihrer Branche verbunden ist. Aus den 76 Erstausstellern von 1981 ist eine bedeutende europäische Plattform geworden, die heute die gesamte Bandbreite der Kunststoffverarbeitung abbildet.

Ich lade Sie herzlich ein, dieses Jubiläum gemeinsam mit uns in Friedrichshafen zu feiern. Nutzen Sie die fünf Messetage, um neue Lösungen zu entdecken, Anwendungen zu vergleichen, Wissen zu vertiefen und persönliche Gespräche zu führen. Denn genau davon lebt die Fakuma: von den Menschen, die ihre Technologien zeigen, ihre Erfahrungen teilen und gemeinsam über die nächsten Schritte der Kunststoffverarbeitung diskutieren.

Ich freue mich auf Ihren Besuch in Friedrichshafen und auf eine 30. Fakuma, die die ganze Welt des Kunststoffs zusammenbringt.