Das Rotationsformen eignet sich, um robuste Kunststoffbehälter oder Anbauteilen für Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau, bei Nutzfahrzeugen sowie für Möbel und Leuchten oder die Medizintechnik herzustellen. Das Verfahren ist preisgünstig und eröffnet dem Konstrukteur viele Möglichkeiten zur Gestaltung von funktionell wie auch ästhetisch anspruchsvollen Bauteilen mit Abmessungen ab ca. 10 cm bis hin zu kompletten Heizöltanks.
In der Leistungselektronik müssen immer größere elektrische Ströme und Spannungen gesteuert werden. Durch den Verguss mit Silikongel lassen sich solche Komponenten über viele Jahre zuverlässig schützen. Die Silikonwerkstoffe sind je nach System hitzestabil oder für Anwendungen bei besonders tiefen Temperaturen geeignet. Modulare Systeme erlauben das flexible Einstellen verschiedener Verarbeitungs- und Vernetzungseigenschaften. Mit den Vergussmassen lassen sich zudem kürzere Taktzeiten in der Verarbeitung erreichen.
Healthcare-Produkte umfassen rund 15 Prozent des Gesamtvolumens für Silikonelastomere. Auch neue Materialrezepturen mit speziellen funktionalen (etwa keimtötenden) oder anwenderfreundlichen Eigenschaften (temperfrei) machen das dauerflexible Material interessant für die Medizintechnik. Bei der Verarbeitung sind jedoch hohe Anforderungen gegeben und häufig sind Reinraumbedingungen zu erfüllen. Genaue Komponenten-Dosierungen, exakt gearbeitete Formen und eine ausgfeilte Spritzgießtechnik sorgen für hohe Qualität.
Mit Gerd Liebig verlässt zum 31. August dieses Jahres ein bekennender Kunststoffenthusiast die Geschäftsführung des deutsch-japanischen Spritzgießmaschinenherstellers Sumitomo (SHI) Demag. Nach insgesamt neun Jahren will dieser sich neuen Herausforderungen widmen. Grund genug, einmal nachzufragen, welche das sind und welche Erfahrungen er in seiner beruflichen Laufbahn innerhalb der Branche sammeln durfte.
Korrosives oder mit Bakterien belastetes Kühlwasser schadet Maschinen und Anlagen in kunststoffverarbeitenden Unternehmen. Häufig werden Chemikalien zur Regulation des pH-Wertes und Biozide gegen die Bildung von Biofilmen eingesetzt, um Korrosion in den Anlagen zu vermeiden oder wenigstens zu vermindern. Der Einsatz dieser Mittel ist wartungs- und kostenintensiv. Eine chemikalienfreie Lösung zum Erhalt der Kühlwasserqualität ist nicht nur mit weniger Kosten verbunden, sondern schont auch die Umwelt.
Die schwarze Farbe von Kunststoffbauteilen ist auch heute noch häufig auf Ruß als Additiv zurückzuführen. Ruß ist zwar eines der ältesten Pigmente, doch ist er schwierig zu dispergieren, beeinflusst Schmelzetemperatur und Oberflächenglanz. Als Alternative bieten sich lösliche Farben an, wobei für Schwarz meist Nigrosin eingesetzt wird. Vorteilen wie leichterer Dispergierbarkeit und Erhöhung der Schmelzetemperatur stehen hier Nachteile bei der UV-Resistenz im Vergleich zu Ruß gegenüber.
Die Kuteno wird 2025 erstmals in Bad Salzuflen, statt wie bisher in Rheda-Wiedenbrück, stattfinden – und das parallel mit einer zweiten Ausgabe der KPA. Der neue Messestandort bietet größere Hallen und mehr Wachstumspotenzial.
Patienten, die Augentropfen brauchen, wissen wie schwer es ist, sich diese selbst zu verabreichen. Gerresheimer, Düsseldorf, bietet mit der Anwendungshilfe Dropaid eine Lösung an, die beim Öffnen, Anwenden und bei der Aufbewahrung hilft.
Die Transformation in der Automobilindustrie ist in vollem Gange. Das Verbrenner-Aus wirft seine Schatten voraus. Die Herausforderungen für die OEMs sowie die Zulieferindustrie sind enorm. Das betrifft auch den Bereich der Nachhaltigkeit. Recyclingmaterialien, aber auch biobasierte, alternative Rohstoffe halten vermehrt Einzug in die Automobile. Was die Hersteller bereits umsetzen und was diese zukünftig planen.
Gebrochene Knochen, abgerissene Sehnen oder kaputte Bandscheiben sind schmerzhaft und mindern die Lebensqualität. Im Projekthaus Medical Devices wird an Polymeren gearbeitet, die die Heilung unterstützen und den Patienten so manche Folgeoperation ersparen. Metalle als Implantate sind häufig zu wenig elastisch und können bei Verbleib im Körper den Knochanabbau fördern. Bei PLA als Compound mit Apatit wird das Polymer im Körper abgebaut und das Mineral fördert den Heilungsprozess. Als elastische Brücke zwischen Wirbelkörpern bei fehlender Bandscheibe wurde ein Polyetherteherketon entwickelt, das für den nötigen Abstand zwischen den Wirbeln sorgt und die Verknöcherung erleichtert. Im Nächsten Schritt entwickelt das Projekthaus Pulver und Filamente aus den biokompatiblen Werkstoffen, die sich im 3D-Druck verarbeiten lassen. Erste Testkörper wurden bereits gefertigt, die medizintechnische Zulassung für die Praxis fehlt noch.