Im Rotationsformverfahren zweiteilig hergestellter Transportwagen für Gasflaschen (Carbagas). Die beiden stabilen und stoßbeständigen hohlen Kunststoffteile sorgen für einen hervorragenden Unfallschutz. Der Wagen wird komplett montiert mit allen Anbauteilen geliefert (Bild:Klaus Vollrath)
Wirtschaftliches Rotationsgießen

Rotationsformen anspruchsvoller Kunststoff-Behälter

Das Rotationsformen eignet sich, um robuste Kunststoffbehälter oder Anbauteilen für Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau, bei Nutzfahrzeugen sowie für Möbel und Leuchten oder die Medizintechnik herzustellen. Das Verfahren ist preisgünstig und eröffnet dem Konstrukteur viele Möglichkeiten zur Gestaltung von funktionell wie auch ästhetisch anspruchsvollen Bauteilen mit Abmessungen ab ca. 10 cm bis hin zu kompletten Heizöltanks.

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Durch den Verguss mit Silikongelen werden empfindliche elektronische Schaltungen wirksam und langzeitstabil gegen Korrosion und Alterung geschützt. Das Gel minimiert außerdem thermomechanische Spannungen und erhöht die dielektrische Isolationsfestigkeit der Leistungsbauteile.  (Bild: Wacker)
Vergussmaterialien für Leistungselektronik

Silikongele schützen Elektronik-Komponenten

In der Leistungselektronik müssen immer größere elektrische Ströme und Spannungen gesteuert werden. Durch den Verguss mit Silikongel lassen sich solche Komponenten über viele Jahre zuverlässig schützen. Die Silikonwerkstoffe sind je nach System hitzestabil oder für Anwendungen bei besonders tiefen Temperaturen geeignet. Modulare Systeme erlauben das flexible Einstellen verschiedener Verarbeitungs- und Vernetzungseigenschaften. Mit den Vergussmassen lassen sich zudem kürzere Taktzeiten in der Verarbeitung erreichen.

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Sorgen für eine gute Sauerstoffversorgung bei Säuglingen: Nasale Beatmungseinheiten aus Flüssigsilikon.  (Bild: Krauss Maffei)
Verarbeitung von Silikon im Reinraum

Silikon-Spritzguss für die Medizintechnik

Healthcare-Produkte umfassen rund 15 Prozent des Gesamtvolumens für Silikonelastomere. Auch neue Materialrezepturen mit speziellen funktionalen (etwa keimtötenden) oder anwenderfreundlichen Eigenschaften (temperfrei) machen das dauerflexible Material interessant für die Medizintechnik. Bei der Verarbeitung sind jedoch hohe Anforderungen gegeben und häufig sind Reinraumbedingungen zu erfüllen. Genaue Komponenten-Dosierungen, exakt gearbeitete Formen und eine ausgfeilte Spritzgießtechnik sorgen für hohe Qualität.

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In seinen neun Jahren als Geschäftsführer trieb Gerd Liebig insbesondere den Ausbau der vollelektrischen Spritzgießmaschinentechnologie voran.  (Bild: Redaktion)
Interview mit Gerd Liebig, Geschäftsführer Sumitomo (SHI) Demag

„Unsere Industrie braucht mehr Enthusiasten, Systemsprenger und Genies“

Mit Gerd Liebig verlässt zum 31. August dieses Jahres ein bekennender Kunststoffenthusiast die Geschäftsführung des deutsch-japanischen Spritzgießmaschinenherstellers Sumitomo (SHI) Demag. Nach insgesamt neun Jahren will dieser sich neuen Herausforderungen widmen. Grund genug, einmal nachzufragen, welche das sind und welche Erfahrungen er in seiner beruflichen Laufbahn innerhalb der Branche sammeln durfte.

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Klarer Blick und grüne Schutzpatina in Behälter mit CU Kühlschlangen nach 12 Monaten ohne Chemie. (Bild: ENWA)
Korrosionsschutz und Bakterienbekämpfung – neue Wege ohne Chemikalien und Biozide

Schlechte Kühlwasserqualität schadet Maschinen und Werkzeugen

Korrosives oder mit Bakterien belastetes Kühlwasser schadet Maschinen und Anlagen in kunststoffverarbeitenden Unternehmen. Häufig werden Chemikalien zur Regulation des pH-Wertes und Biozide gegen die Bildung von Biofilmen eingesetzt, um Korrosion in den Anlagen zu vermeiden oder wenigstens zu vermindern. Der Einsatz dieser Mittel ist wartungs- und kostenintensiv. Eine chemikalienfreie Lösung zum Erhalt der Kühlwasserqualität ist nicht nur mit weniger Kosten verbunden, sondern schont auch die Umwelt.

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Die Farbe Schwarz hat für technische Polymere besondere Wichtigkeit in der Automobilindustrie erlangt, da sie dort ihre ästhetischen, technischen und praktischen Vorteile ausspielen kann. (Bild: happycreator - stock.adobe.com)
Technische Polymere schwarz färben

Schwarz ist nicht gleich Schwarz

Die schwarze Farbe von Kunststoffbauteilen ist auch heute noch häufig auf Ruß als Additiv zurückzuführen. Ruß ist zwar eines der ältesten Pigmente, doch ist er schwierig zu dispergieren, beeinflusst Schmelzetemperatur und Oberflächenglanz. Als Alternative bieten sich lösliche Farben an, wobei für Schwarz meist Nigrosin eingesetzt wird. Vorteilen wie leichterer Dispergierbarkeit und Erhöhung der Schmelzetemperatur stehen hier Nachteile bei der UV-Resistenz im Vergleich zu Ruß gegenüber.

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Input – Beim physikalischen Recycling werden einzelne Kunststofftypen durch spezielle Lösemittel herausgelöst. Das Ursprungsmaterial besteht hier im Bild aus Schredderschwerfraktionen. (Bild:Audi)
Wie sieht das Automobil der Zukunft aus?

Wie sieht das Automobil der Zukunft aus?

Die Transformation in der Automobilindustrie ist in vollem Gange. Das Verbrenner-Aus wirft seine Schatten voraus. Die Herausforderungen für die OEMs sowie die Zulieferindustrie sind enorm. Das betrifft auch den Bereich der Nachhaltigkeit. Recyclingmaterialien, aber auch biobasierte, alternative Rohstoffe halten vermehrt Einzug in die Automobile. Was die Hersteller bereits umsetzen und was diese zukünftig planen.

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Die Schrauben aus einem PLA-Compound stabilisieren zuerst und werden dann vom Körper biologisch abgebaut, sodass auf einer erneute Operation zur Entfernung des Implantats verzichtet werden kann.  (Bild: alle Evonik)
Implantate aus bioabbaubaren Kunststoff-Compounds

Kunststoff-Implantate helfen Knochen zu heilen

Gebrochene Knochen, abgerissene Sehnen oder kaputte Bandscheiben sind schmerzhaft und mindern die Lebensqualität. Im Projekthaus Medical Devices wird an Polymeren gearbeitet, die die Heilung unterstützen und den Patienten so manche Folgeoperation ersparen. Metalle als Implantate sind häufig zu wenig elastisch und können bei Verbleib im Körper den Knochanabbau fördern. Bei PLA als Compound mit Apatit wird das Polymer im Körper abgebaut und das Mineral fördert den Heilungsprozess. Als elastische Brücke zwischen Wirbelkörpern bei fehlender Bandscheibe wurde ein Polyetherteherketon entwickelt, das für den nötigen Abstand zwischen den Wirbeln sorgt und die Verknöcherung erleichtert. Im Nächsten Schritt entwickelt das Projekthaus Pulver und Filamente aus den biokompatiblen Werkstoffen, die sich im 3D-Druck verarbeiten lassen. Erste Testkörper wurden bereits gefertigt, die medizintechnische Zulassung für die Praxis fehlt noch.

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