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BASF auf der Fakuma 2026 Materiallösungen für Verpackung, Automobil und Kreislaufwirtschaft

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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BASF zeigt auf der Fakuma 2026 ein Materialportfolio für Lebensmittelverpackung, Automobilbau und Kreislaufwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen ein neues Polyamid mit gezielt eingestellter Wasser- und Rauchdurchlässigkeit sowie mehrere rezyklathaltige PBT- und TPU-Typen für die Automobilindustrie.

Ultramid H ermöglicht Räucherung von Wurstwaren im Kunstdarm mit anschließender Trocknung.(Bild:  BASF)
Ultramid H ermöglicht Räucherung von Wurstwaren im Kunstdarm mit anschließender Trocknung.
(Bild: BASF)

Die Fakuma 2026 fällt in eine Phase verschärfter EU-Regulierung für die Kunststoffindustrie. Neben der Altfahrzeugverordnung gilt seit dem 12. August 2026 die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Für Kunststoffverpackungen gelten zunächst verschärfte PFAS-Grenzwerte für den Lebensmittelkontakt. Umfassendere Vorgaben zu Mindest-Rezyklatanteilen und Design-for-Recycling sollen nach Angaben der Europäischen Kommission ab 2030 folgen.

Für Materialhersteller bedeutet dieser regulatorische Fahrplan, dass Entwicklungs- und Zulassungsarbeiten für rezyklathaltige und PFAS-konforme Kunststoffe bereits im Vorfeld der jeweiligen Fristen erfolgen müssen. Das wird auch am BASF-Stand deutlich. Der Chemiekonzern präsentiert in Friedrichshafen eine breite Palette an Neuheiten.

Neue PA-Lösung für räucherbare Kunstdärme

Zu den Neuheiten am Stand zählt Ultramid H33 L. Damit stellt BASF laut eigener Aussage das weltweit erste thermoplastische Polyamid (PA) mit hoher Wasser- und Rauchdurchlässigkeit vor.

Klassische PA-Typen sind für Rauch und Feuchte weitgehend undurchlässig, weshalb Kunstdärme aus reinem PA für geräucherte und anschließend getrocknete Wurstwaren bislang als ungeeignet galten. Kollagen- und Zellulosedärme lösen dieses Problem zwar, unterscheiden sich jedoch in Verarbeitung und Kosten. 

Dank seiner hohen Festigkeit erlaube Ultramid H zudem die Herstellung besonders dünnwandiger Kunstdärme. Das reduziert den Materialeinsatz und schafft gleichzeitig Spielraum beim Design. Hinzu kommt, Ultramid H kann wie herkömmliche Polyamide verarbeitet und ohne Probleme in bestehende Produktionsprozesse integriert werden. 

Kunststoffrezyklate für den Automobilbau

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf technischen Kunststoffen für den Fahrzeugbau. BASF präsentiert neue Ultradur RC-Typen (PBT) mit einem PCR-Anteil aus Polyethylenterephthalat (PET) von bis zu 30 Prozent, bezogen auf den Compound. 

Parallel zeigt das Unternehmen Elastollan RC, eine TPU-Reihe mit mechanisch recyceltem, überwiegend postindustriellem Material. Laut Produktinformationen liegt der Rezyklatanteil je nach Type und Charge zwischen etwa 30 und 100 Prozent. Ein Teil der Chargen ist ISCC-PLUS-zertifiziert. Diese basiert auf einem Massenbilanzansatz.

Hintergrund; Für die Automobilbranche ist der Einsatz solcher Rezyklat-Compounds auch regulatorisch relevant. Die im Sommer 2026 verabschiedete EU-Altfahrzeugverordnung schreibt für neue Fahrzeuge einen Mindestanteil recycelter Kunststoffe vor – 15 Prozent ab 2032, steigend auf 25 Prozent ab 2036, wovon mindestens 20 Prozent aus Altfahrzeugen selbst stammen müssen.

Neue Designfreiheiten im Leichtbau

Für den automobilen Leichtbau zeigt BASF zudem Ultramid Expand. Dabei handelt es sich um einen Partikelschaum, der auf einer Kombination mehrerer PA6-Typen basiert. Er besteht aus vorgeschäumten Partikeln mit definierter Partikelgröße und Dichte, die in einem Formteilautomaten zu einer 3D-Komponente verschweißt werden können

Ultramid Expand zeichnet sich laut Hersteller durch eine Vielzahl einzigartiger Eigenschaften wie eine hohe Temperaturbeständigkeit, hervorragende Steifigkeit und Festigkeit sowie eine ausgezeichnete chemische Beständigkeit, zum Beispiel im Kontakt mit Kraftstoffen, Ölen und Schmierstoffen, aus. Darüber hinaus bietet die geschlossenzellige Schaumstruktur eine außergewöhnliche Druckfestigkeit, eine Voraussetzung für den Einsatz in crash- und strukturrelevanten Bauteilen.

Neben Materiallösungen thematisiert BASF auf der Fakuma 2026 die digitale Rückverfolgbarkeit von CO₂-Daten entlang der Automobil-Wertschöpfungskette. Grundlage ist die Dateninfrastruktur Catena-X, ein herstellerübergreifendes Ökosystem für den standardisierten Austausch von Product-Carbon-Footprint-Daten (PCF) zwischen Rohstoffherstellern, Compoundeuren, Verarbeitern und OEMs. 

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Mehrwegtransportbox auf PA6-Basis

Als Beispiel für Kreislauflösungen in der Logistik (+) zeigt BASF die BOOXit-Mehrwegtransportbox, hergestellt auf Basis von Ultramid B3K, einem unverstärkten, leichtfließenden PA6-Spritzgusstyp. Die Box ist auf das Grundmaß europäischer Standardpaletten (120 × 80 cm) abgestimmt, modular aufgebaut und für den automatisierten Logistikeinsatz konzipiert. BASF gibt eine Lebensdauer von über 100 Transportzyklen sowie vollständige Rezyklierbarkeit der Box an. 

INFO

Service

BASF auf der Fakum 2026:  Stand B4 – 4303 in Halle 4

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Quellen

  • https://www.fakuma-messe.de/Produktneuheit/14411-ultramid%C2%AE%E2%80%AFh--innovation-fuer-die-naechste-generation-von-kunstdaermen (Stand: 28. September 2026)

  • https://plastics-rubber.basf.com/global/de/performance_polymers/industries/pp_automotive/applications/application_chassis/polyamide_particle_foam (Stand: 28. September 2026)

Transparenz: Dieser Text wurde auch mithilfe von KI erstellt.