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Rund 9.000 Recyclingmaschinen weltweit im Einsatz Erema Gruppe: Wirtschaftlich stabil trotz schwierigem Markt

Verantwortliche:r Redakteur:in: Simone Fischer 3 min Lesedauer

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Die Erema Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024/2025 einen konsolidierten Gesamtumsatz von 330 Millionen Euro. Mit den weltweit installierten Anlagen und Komponenten des Anbieters für Kunststoffrecyclinglösungen wurden in dem Zeitraum rund 26 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle rezykliert. 

26 Mio. t Kunststoffabfälle können pro Jahr mit den bisher gelieferten Recyclingsystemen aufbereitet werden.(Bild:  Erema)
26 Mio. t Kunststoffabfälle können pro Jahr mit den bisher gelieferten Recyclingsystemen aufbereitet werden.
(Bild: Erema)

Die weltweiten wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten sind auch für die Kunststoffrecyclingindustrie weiterhin herausfordernd. Trotz eines Umsatzrückgangs von rund 13 % gegenüber dem Vorjahr konnte die Erema Gruppe durch starke Marktpräsenz ihre Stabilität wahren und wichtige strategische Weichen für die Zukunft stellen.

Zirkularität ist das Ziel

Manfred Hackl, CEO, bei seinen Ausführungen
(Bild: Redaktion)

Mit den Technologien und Lösungen ihrer Tochterunternehmen deckt die österreichische Gruppe die gesamte Wertschöpfungskette des mechanischen Kunststoffrecyclings ab. „Durch die gebündelten Kompetenzen sichern wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden in einem dynamischen Marktumfeld“, betont Manfred Hackl, CEO der Erema Group. Ein Erfolgsfaktor, der sich nicht zuletzt im breiten Produktangebot, der hohen Anlagenverfügbarkeit und der Servicequalität zeigt. Trotz der aktuellen Herausforderungen sei das Potenzial groß, so Manfred Hackl weiter: „Immer mehr hochwertige Produkte bestehen aus Regranulaten. Die Kunststoffbranche hat erkannt, dass die Recyclinganteile weiter steigen müssen, um das Ziel der Circularity zu erreichen.“

So verlief die Entwicklung

Während sich der europäische Markt gedämpft entwickelte, verzeichnete die Unternehmensgruppe in Nordamerika und Asien positive Impulse. Regulatorien, wie die in der EU in Kraft getretene PPWR, geben auch in Europa Anlass zur Zuversicht – vorausgesetzt die Wettbewerbsfähigkeit lässt sich wieder stärken. „Dafür braucht es Initiativen, die ökologische und ökonomische Interessen verbinden und die industrielle Basis stärken, wie etwa der Clean Industrial Deal der EU. Ebenso wichtig sind globale Entwicklungen, die verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, wie der Rollout der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) und gesetzliche Vorgaben für verpflichtende Recyclinganteile in Produkten“, sagt Manfred Hackl.

Im Polyolefine-Post-Consumer-Segment verzeichnete die Gruppe zuletzt eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft. Die Nachfrage nach Recyclinglösungen für Produktionsabfälle und Bottle-to-Bottle-Anwendungen blieb hingegen stabil. Sowohl im PET- als auch PO-Bereich zeich-net sich klar ein Trend hin zu größeren Anlagendimensionen ab. Die zunehmende Industrialisie-rung der Branche verlangt wirtschaftliche und skalierbare Lösungen. Die Unternehmensgruppe begleitet die Recycler bei diesem Transformationsprozess. Das Joint Venture mit Lindner zeigt sich als wichtiger Pfeiler für die Entwicklung effizienter Gesamtlösungen entlang der Wertschöpfungskette.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Kunststoffrecyclings zeigt sich nicht nur in den etablierten Segmenten, sondern zunehmend auch in den neueren Applikationsfeldern Chemisches und Faser & Textil-Recycling. Im Geschäftsjahr 2024/25 hat Erema erste Großanlagen für das chemische Recycling in Betrieb genommen. Vielversprechend entwickelt sich zudem das Faser-zu-Faser-Recycling. Erste Pilotprojekte wurden bereits umgesetzt und noch dieses Jahr wird eine Referenzanlage in Betrieb gehen. Einen Meilenstein markiert die Inbetriebnahme einer Recyclinganlage des Tochterunternehmens Pure Loop für Post-Consumer-Textilien bei der Sal-vation Army Trading Company im Frühjahr 2024. Das Projekt wurde mit dem Plastics Industry A-ward ausgezeichnet.

Weitere Meilensteine im Geschäftsjahr

Horst Wolfsgruber, CFO Erema Gruppe(Bild:  Erema)
Horst Wolfsgruber, CFO Erema Gruppe
(Bild: Erema)

Zum Abschluss des Geschäftsjahres 2024/25 beendete die Unternehmensgruppe ein um-fassendes Investitionsprogramm der letzten fünf Jahre mit einem Volumen von 145 Mio. Euro. „Im Rahmen dieses Programms wurde das gruppeneigene Komponentenfertigungsunternehmen 3S mit 23 Millionen Euro optimiert, wodurch der Eigenfertigungsanteil zentraler Bauteile deutlich erhöht und die Lieferkette der Unternehmensgruppe nachhaltig gestärkt wird“, berichtet Horst Wolfsgruber, CFO der Erema Gruppe. Darüber hinaus wurde mit der Ernennung von Christoph Wöss zum Global Sales Director im April die internationale Vertriebsstruktur gestärkt. Damit soll die strategische Ausrichtung künftig noch gezielter auf regionale Besonderheiten sowie auf Markt- und Kundenbedürfnisse abgestimmt werden.

Trotz herausfordernder Marktbedingungen bleibt die Gruppe in allen Bereichen fokussiert auf die Weiterentwicklung effizienter Recyclinglösungen. „Wir sind überzeugt, dass die Nachfrage nach Recyclingtechnologien in den kommenden Jahren steigen wird“, so Manfred Hackl. „Die Rahmenbedingungen bleiben anspruchsvoll, doch der Einsatz von Kunststoff wird weiter zuneh-men. Nur durch konsequentes Recycling lässt sich dieser Bedarf verantwortungsvoll decken.“

Quelle: Erema

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