Die neue EcoPrimus von Wittmann Elektrische Effizienz auf den Punkt gebracht

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Fokussiert auf das Wesentliche, bietet die neue vollelektrische EcoPrimus Spritzgießmaschine von Wittmann eine besonders hohe Wirtschaftlichkeit. Ihre Leistungsstärke stellt sie während der Fakuma 2026 mit der Herstellung von Schutzkappen für Insulinpens in einem 8-fach-Werkzeug unter Beweis. 

Vollelektrische EcoPrimus Spritzgießmaschine produziert auf der Fakuma 2026 Schutzkappen für Insulinpens.(Bild:  Wittmann)
Vollelektrische EcoPrimus Spritzgießmaschine produziert auf der Fakuma 2026 Schutzkappen für Insulinpens.
(Bild: Wittmann)

Vollelektrische Effizienz ist einer der Schwerpunkte der Wittmann Gruppe auf der Fakuma 2026 vom 12. bis 16. Oktober in Friedrichshafen. Anhand von drei Live-Maschinenexponaten wird deutlich, wie sich mit vollelektrischen Spritzgießmaschinen und automatisierten Prozessen in den unterschiedlichsten Anwendungen Energie, Material, Zeit und Platz einsparen lassen. Smart Choices, Smart Savings – so heißt es bei Wittmann auf der Fakuma 2026 in Halle B1.

Fokus auf das Wesentliche – für mehr Wirtschaftlichkeit

Die neue vollelektrische EcoPrimus Spritzgießmaschine vereine hohe Leistung, Präzision und Zuverlässigkeit mit herausragender Wirtschaftlichkeit bei der Produktion hoher Stückzahlen. Auf der Fakuma 2026 demonstriert sie dies mit der Herstellung von Schutzkappen für Insulinpens in einem 8-fach-Werkzeug von Kistler. Die Maschine ist für die vollautomatisierte Produktion auf kompakter Fläche mit intelligenter Assistenz sowie einer FlexCell plus Automatisierungszelle ausgerüstet.

Die EcoPrimus mit 1000 kN Schließkraft wurde gezielt für den Einkomponenten-Kompaktspritzguss entwickelt. Sie erreicht Einspritzgeschwindigkeiten von 200 mm/s und arbeitet mit der Steuerung der aktuellen B8X-Generation des Maschinenherstellers. Das vollelektrische Konstruktionsprinzip basiert auf der Erfahrung mit der EcoPower-Baureihe.

Die auf der Fakuma präsentierte EcoPrimus ist mit dem digitalen Assistenzsystem HiQ Packing für die autonome Prozessoptimierung ausgerüstet. Die Software ermöglicht eine exakte Kontrolle der Schneckenbewegung am Umschaltpunkt und während der Nachdruckphase und sorgt für eine ausgeglichene Druckverteilung sowie eine gleichmäßige Füllung der Kavitäten. Dadurch wird bei Mehrkavitätenwerkzeugen eine konstant hohe Bauteilqualität sichergestellt.

Automatisierung besonders nah am Werkzeugbereich

Die FlexCell plus basiert auf einem modularen, standardisierten Aufbau und verbindet hohe Kosteneffizienz mit Flexibilität. Auf kompaktem Raum finden ein Linearroboter, ein Förderband und weitere Automatisierungskomponenten Platz. Da die Zellen direkt an die Spritzgießmaschine andocken und die Produktion bei offener Maschinenschutztür erlauben, kann die Automatisierung besonders nah an den Werkzeugbereich heranrücken. Das reduziert Handlingzeiten und Investitionskosten.

In der Plus-Ausführung umfasst die FlexCell ein vollautomatisiertes Boxentransfersystem für die direkte Verpackung der Spritzgießteile in Kisten, KLTs oder Kartons mit dem Ziel, mehrere Stunden autonom zu produzieren. Die Teile können ungeordnet oder nach definiertem Stapelmuster abgelegt werden.

Auf der Fakuma 2026 kommt dafür ein Primus 116 Linearroboter zum Einsatz. Das Boxentransfersystem bildet mit der Schutzeinhausung eine feste Einheit und kann zur Seite geschoben werden, sodass der Werkzeugraum frei zugänglich bleibt. Die FlexCell Automatisierungszellen sind mit Spritzgießmaschinen aller Marken kompatibel und können nachgerüstet werden.

Mikrospritzguss: Komplette Produktionszelle auf 2 m²

Im Bereich Lab-on-a-Chip, etwa für Point-of-Care-Diagnostik in der Notfallmedizin, zeigt die MicroPower ihre Stärken. Die vollelektrische Spritzgießmaschine ist für Kleinst- und Mikroteile mit Schussgewichten von 0,05 bis 4 Gramm ausgelegt und ermöglicht die hochpräzise Abformung feinster Strukturen bis in den Nanometerbereich.

Die MicroPower vereint alles, was es zum Produzieren braucht, auf nur 2 Quadratmetern Stellfläche. (Bild:  Wittmann)
Die MicroPower vereint alles, was es zum Produzieren braucht, auf nur 2 Quadratmetern Stellfläche.
(Bild: Wittmann)

In Friedrichshafen produziert die MicroPower 15/10 ein Lab-on-a-Chip-Musterbauteil aus transparentem Polypropylen (PP) mit Kanaldurchmessern von 0,04 mm und Eckenradien bis zu 0,005 mm. Verwendet werden 3D-gedruckte 2-fach-Werkzeugeinsätze von NanoVoxel in einem Werkzeuggrundkasten von Ernst Wittner.

Besonders ist der kompakte Aufbau der MicroPower: Auf nur 2 m² integriert das Maschinenkonzept Drehtisch, Peripherie, Automatisierung, Temperiergerät, Qualitätssicherung und weitere Prozesseinheiten. Für anspruchsvolle Reinraumanwendungen lässt sich die Produktionszelle einfach mit einer Laminar-Flow-Box kapseln.

Das Design unterstützt materialsparendes Arbeiten, da der Einspritzkolben bis zur Trennebene des Werkzeugs gelangt. Dadurch werden Massepolster und Anguss minimiert, was zu höherer Qualitätskonstanz führt. Ein spezielles Mikrogranulat ist nicht erforderlich; es können Standardgranulate verarbeitet werden.

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LSR: Höchste Präzision energieeffizient umgesetzt

Die vollelektrische EcoPower Baureihe ist für Anwendungen konzipiert, bei denen Präzision, Effizienz und Sauberkeit entscheidend sind. Hohe Einspritzgeschwindigkeiten, präzise Regelung, Dynamik, Servo-Direktantriebe und die Nutzung von Bremsenergie reduzieren den Energieverbrauch auf ein Minimum. Dank des modularen Designs lässt sich die EcoPower flexibel an unterschiedliche Produktionsanforderungen anpassen.

Gemeinsam mit Nexus Elastomer Systems präsentiert Wittmann am Stand von Nexus in Halle A6 die Herstellung von Silikondeckeln für Getränkedosen, -flaschen und -becher. Zum Einsatz kommen eine EcoPower 110/350 B8X in LSR-Ausführung mit 4-fach-Werkzeug, ein W918 Linearroboter sowie eine ServoMix X200 Dosieranlage von Nexus. Die Anlage kombiniert laut Aussage des Unternehmens hohe Durchsatzleistung mit Präzision und Materialeffizienz.

INFO

Wittmann auf der Fakuma 2026: Halle B1/Stand B1-1204

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