Dieses Mal: Renolit gliedert Healthcare-Sparte aus, Covestro erforscht Recycling von künstlichen Nierenfiltern, Rampf startet Close Contour Casting in Nantong und Ensinger passt Kapazitäten an deutschen Standorten an.
PlastXnow kompakt: Die Kurzmeldungen der Woche
(Bild: Canva)
Die Kunststoffindustrie bleibt im Wandel: Neue Technologien, nachhaltige Lösungen und spannende Kooperationen prägen die Schlagzeilen. In diesem Gewusel aus Informationen geht die ein oder andere kleine Nachricht schnell unter. Nicht so bei uns: Hier finden Sie die wichtigsten Kurzmeldungen der Woche im Überblick.
Renolit gliedert Helathcare-Sparte als eigenständiges Unternehmen aus
Renolit stellt die Weichen für die Zukunft: Die Geschäftseinheit Renolit Healthcare wird ausgegliedert. Der Übergang erfolgt in zwei Phasen. Im Jahr 2026 beginnt der sogenannte virtuelle Carve Out, bei dem Renolit Healthcare operativ eigenständig geführt wird, rechtlich aber weiterhin Teil der Renolit SE bleibt. Ende 2027 folgt die rechtliche Ausgliederung in die neue Gesellschaft Renolit Healthcare B.V. mit Hauptsitz in den Niederlanden. Bis dahin liegen alle Entscheidungen bezüglich der Geschäftseinheiten im Zuständigkeitsbereich des derzeit vierköpfigen Vorstands.
„Mit dieser Entscheidung schaffen wir Klarheit und Fokus“, erklärt Vorstandsvorsitzender Karsten Jänicke. Renolit SE könne ihre industriellen Kernmärkte gezielt weiterentwickeln, während die Renolit Healthcare sich als spezialisierter Partner für die Gesundheitswirtschaft positioniert. So entsteht doppeltes Wachstumspotenzial.
Covestro und Allmed erforschen Recycling von künstlichen Nierenfiltern
Covestro und die Allmed Gruppe, ein internationaler Spezialist für Blutreinigung, haben eine Partnerschaft angekündigt. Gemeinsam wollen sie das Recycling gebrauchter künstlicher Nierenfilter erforschen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wollen sie untersuchen, ob und wie Polycarbonat aus solchen medizinischen Anwendungen zurückgewonnen und in neuen Materialien mit recyceltem Anteil verwertet werden kann.
(Bild: Allmed/Covestro)
Blutreinigungsgeräte können Leben retten, benötigen jedoch auch erhebliche Ressourcen. Covestro, Allmed und Kimal arbeiten daran, sie kreislauffähiger zu machen.
Die gemeinsame Arbeit zielt darauf ab, ein Kreislaufwirtschaftsmodell für medizinische Anwendungen zu entwickeln. Dabei soll sowohl die technische Machbarkeit als auch die wirtschaftliche Rentabilität nachgewiesen werden. Gleichzeitig soll die komplexe regulatorische Landschaft bei der Verwertung medizinischen Abfalls berücksichtigt werden. In Zusammenarbeit mit weiteren Partnern im Vereinigten Königreich – darunter Allmeds Vertriebspartner Kimal, eine führende regionale Krankenhaus-Gruppe und ein spezialisiertes Recyclingunternehmen – bereiten Allmed und Covestro derzeit erste Recyclingversuche vor.
Rampf startet Close Contour Casting in Nantong
Die internationale Rampf-Gruppe hat die Produktion von Close Contour Castings an ihrem Standort in Nantong, China, aufgenommen. Dabei handelt es sich um Halbzeuge aus Polyurethan, die als dreidimensionale Gießlinge geliefert werden und bereits nahe an der Endkontur vergossen sind.
(Bild: Rampf)
Raku Tool Close Contour Castings sind Halbzeuge aus Polyurethan, die als dreidimensionale Gießlinge geliefert werden und bereits nahe an der Endkontur vergossen sind. Sie werden unter anderem zur Herstellung von Urmodellen, Cubing-Modellen und Datenkontrollmodellen eingesetzt.
Der Herstellungsprozess beginnt mit einer leichten Form – gefertigt aus EPS oder dem Polyurethan-Styling-Blockmaterial Raku Tool SB-0080 – basierend auf den vom Kunden bereitgestellten Daten. Nach dem Auftragen eines Trennmittels wird die Form mittels eines speziellen Gießverfahrens gefüllt. Nach der Aushärtung und Entformung erfolgt eine schnelle und einfache Fräsbearbeitung.
Ensinger passt Kapazitäten an deutschen Standorten an
Ensinger reagiert auf ein anhaltend schwieriges wirtschaftliches Umfeld mit einer Anpassung ihrer personellen Kapazitäten an den deutschen Standorten. Eine schwache Konjunktur, eine schleppend laufende Weltwirtschaft sowie zunehmende Konkurrenz aus Asien prägen derzeit die Rahmenbedingungen für das Familienunternehmen.
Die geplanten Maßnahmen betreffen die Standorte Nufringen, Rottenburg-Ergenzingen und Cham, an denen insgesamt rund 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Bei der Anpassung der Personalkapazitäten geht es insgesamt um rund 100 Stellen, die sich auf die drei Standorte verteilen. Die Arbeitnehmervertretung wurde in den Prozess eingebunden.
„Betriebsbedingte Kündigungen sollen nach Möglichkeit vermieden und stattdessen etwa Altersteilzeitmodelle oder andere individuell zugeschnittene Lösungen genutzt werden“, sagt Geschäftsführerin Ulrike Deschka. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern und gleichzeitig verantwortungsvoll mit den Auswirkungen auf die Belegschaft umzugehen.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Lesetipp zum Wochenende
Wie KI Rezyklate und Biopolymere in Form bringt
(Bild: Plastics Europe/Hauter und Eichentopf Fotografie)
Die Kunststoffindustrie steht vor einer doppelten Transformation: neue Werkstoffe – von Rezyklaten bis Bio-Compounds – und die Integration von KI in Entwicklung, Verarbeitung und Qualitätssicherung. Unser Expertentalk zeigt, wo Daten, Normen und Maschinenintelligenz zusammenspielen – und warum KI ohne saubere Daten und Standards stumpf bleibt, richtig eingesetzt aber zum Taktgeber einer wirtschaftlichen Kreislaufwirtschaft wird. Weiterlesen (+)
Noch keinen Plus-Zugang? Einfach kostenfrei mit E-Mail-Adresse und Passwort registrieren und alle Inhalte von PlastXnow genießen. Jetzt anmelden