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Renault Master Kunststoff aus Altfahrzeugen erstmals in der Instrumententafel 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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In der Instrumententafel seines Master-Modells hat Renault erstmals serienmäßig Kunststoff aus Altfahrzeugen verbaut. Der Werkstoff stammt von Materi'Act und soll überzeugende Produkteigenschaften mit CO₂-Einsparungen verbinden. 

Renault setzt bei der Instrumententafel des Renault Master auf recycelte Kunststoffe aus Altfahrzeugen.(Bild:  Renault)
Renault setzt bei der Instrumententafel des Renault Master auf recycelte Kunststoffe aus Altfahrzeugen.
(Bild: Renault)

Eine Branchenpremiere: Materi'Act und Renault bringen Kunststoffe aus Altfahrzeugen erstmals in Serienproduktion für ein großes, sichtbares Innenraumbauteil – ein bedeutender Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie. Zum Einsatz kommt der Verbundwerkstoff IniCycled-P. Dieses basiert auf Polypropylen (PP) und besteht zu 20 Prozent aus einem Anteil recycelten Kunststoffes aus Altfahrzeugen sowie zu 15 Prozent aus Talkum als Füllstoff und einer Schlagzähmodifizierung.  

Das recycelte Material stammt von Gaia, einer Tochtergesellschaft von The Future is Neutral, deren industrielles Ökosystem eine geschlossene Wertschöpfungskette ermöglicht: Altfahrzeuge werden von Indra gesammelt und demontiert, bevor die Materialien von Gaia sortiert, aufbereitet und recycelt werden, um sie anschließend wieder der automobilen Wertschöpfungskette zuzuführen. Der Werkstoff wird nun in der Serienproduktion für das größte unter den leichten Nutzfahrzeugen im Renault-Portfolio eingesetzt.

Durchbruch für sichtbare Innenraumbauteile

Die Instrumententafel gehört zu den größten und anspruchsvollsten Interieurteilen: Sie erfordert hohe mechanische Leistungsfähigkeit, strenge optische Qualität, muss langlebig sein und die Standards zur Innenraumluftqualität einhalten. Zudem spielt sie eine entscheidende Rolle für die Insassensicherheit, insbesondere bei der Airbag-Auslösung.

IniCycled-P erfüllt all diese Anforderungen. So zeigt der Werkstoff insbesondere, dass Kunststoffe aus Altfahrzeugen – ohne Qualitätseinbußen – im industriellen Maßstab in sichtbare Hochleistungsbauteile integriert werden können. Bei Airbag-Auslösetests erreicht das Material die gleiche Leistung wie herkömmliches Neu-Polypropylen – in einigen Konfigurationen übertrifft es dieses sogar.

Für die Serienproduktion entwickelt

Das Compound ist vollständig mit standardmäßigen Spritzgussverfahren kompatibel und erfordert weder Anpassungen an der Ausrüstung noch Änderungen am Prozess. Aus produktionstechnischer Sicht verhält es sich wie herkömmliches Polypropylen und ist damit eine Plug-and-play-Lösung für die Automobilfertigung

Entscheidend für leichte Nutzfahrzeuge ist, dass IniCycled-P wirtschaftlich tragfähig ist: Es vereine Ästhetik, Leistung und Kostenwettbewerbsfähigkeit und erfüllt damit die Anforderungen der Automobilhersteller an die Wirtschaftlichkeit in einem der kostensensibelsten Fahrzeugsegmente.

Messbare Umweltauswirkungen

Im Vergleich zu herkömmlichem Polypropylen:

  • reduziert IniCycled-P die CO₂-Emissionen um 24 Prozent auf 1,47 kg CO2e/kg
  • unterstützt IniCycled-P die Einhaltung künftiger europäischer Vorschriften zu Rezyklat-Anteilen und Ökodesign.

Zirkuläre Werkstoffe gehen in die Serienproduktion

Mit dem Einsatz dieses Materials in der Fertigung des Renault Master zeigen Materi'Act und Renault, dass zirkuläre Werkstoffe den Schritt über Pilotprojekte hinaus hin zu einer realen industriellen Anwendung schaffen können. Durch die Kombination von recycelten Kunststoffen aus Altfahrzeugen zeigt dieses Projekt, dass Kreislaufwirtschaft selbst bei großvolumigen, kostenkritischen Programmen Anwendung finden kann.

Elise Moreau, Präsidentin von Materi'Act: „IniCycled-P zeigt, dass recycelte Kunststoffe aus Altfahrzeugen selbst in der Serienproduktion höchste Standards für große, sichtbare Innenraumbauteile erfüllen können – bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Tragfähigkeit für die Automobilhersteller und herausragender Leistungseigenschaften, auch bei sicherheitskritischen Funktionen wie der Airbag-Auslösung.“

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