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Rüstprozesse im LSR-Spritzguss Fakuma: Stäubli stellt kompakte SMI-Multikupplung vor

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Zur Fakuma 2026 stellt Stäubli das Multikupplungssystem SMI für die Werkzeugtemperierung vor. Die ultrakompakte Konstruktion richtet sich speziell an platzkritische LSR-Anwendungen auf kleineren Spritzgießmaschinen. Das System reduziert Rüstzeiten und verhindert Fehlkopplungen

Zentrales Koppeln auf engstem Raum: Das Multikupplungssystem SMI von Stäubli verbindet sämtliche Temperierkreisläufe simultan mit einer Hebelbewegung.(Bild:  Stäubli)
Zentrales Koppeln auf engstem Raum: Das Multikupplungssystem SMI von Stäubli verbindet sämtliche Temperierkreisläufe simultan mit einer Hebelbewegung.
(Bild: Stäubli)

Bei der Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR) stellen die hohe Materialviskosität und die thermischen Bedingungen beim Vernetzen im Werkzeug hohe Anforderungen an die Schnittstellen. Speziell auf Spritzgießmaschinen mit kleineren Schließkräften schränken enge Bauräume die Installation robuster Anschlüsse oft ein.

Stäubli präsentiert mit dem Multikupplungssystem SMI auf der Fakuma 2026 eine Lösung, die das parallele Verbinden mehrerer Temperierkreisläufe auf engstem Raum ermöglicht. Das System fasst Leitungen für Wasser, Glykol oder Wärmeträgeröle an einem zentralen Kopplungspunkt zusammen.

Simultanes Koppeln und integrierter Poka-Yoke-Schutz

Kern der Entwicklung bildet ein manueller Verriegelungsmechanismus mit flachem Profil, der sich nahtlos in kompakte LSR-Werkzeuge einfügt. Bediener verbinden oder trennen sämtliche Zu- und Rückläufe simultan mit einer einzigen Hebelbewegung, was die Rüstzeiten im Rahmen von Quick-Mold-Change-Strategien (SMED) deutlich senkt. Eine mechanische Codierung nach dem Poka-Yoke-Prinzip verhindert versehentlich vertauschte Medienanschlüsse vollständig. Dies schließt thermische Schwankungen beim Anfahren der Maschine aus und reduziert den Ausschuss fehlerhaft vernetzter Silikonbauteile.

Zur Vermeidung von Medienverlusten setzt das SMI-System auf eine leckagefreie Clean-Break-Technologie. Beim Entkoppeln treten keine Rückstände aus, wodurch der Arbeitsbereich frei von Verunreinigungen bleibt. Die Bauweise schützt das Bedienpersonal zuverlässig vor Verbrühungen durch heiße Wärmeträgermedien. Gleichzeitig unterbindet das System beim Trennen den ungewollten Austritt flüssiger Betriebsstoffe in die Produktionsumgebung.

Prozesssicherheit und flexible Nachrüstung

Die Standardisierung der Medienanschlüsse über verschiedene Maschinentypen hinweg schafft die Basis für strukturierte Schlanke-Produktion-Konzepte (Lean Manufacturing). Um Bestandsanlagen ohne vollständigen Werkzeugumbau einzubinden, bietet der Hersteller ein optionales Magnetmodul-System als Flexkonzept an. Diese modulare Lösung erlaubt Spritzgießbetrieben eine schrittweise Umrüstung des vorhandenen Werkzeugparks bei kalkulierbarem Investitionsaufwand. Durch reproduzierbare Rüstabläufe und verringerte Nebenzeiten steigt die Gesamtanlageneffizienz (OEE) nachhaltig an. (sl)

Service

Stäubli auf der Fakuma 2026: Halle A7, Stand 7403

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