Die 30. Fakuma präsentiert im Oktober 2026 in Friedrichshafen die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststoffverarbeitung. Verarbeiter erhalten einen umfassenden Überblick über neue Verfahren von der Spritzgießtechnik bis zum Recycling. Ein neuer Innovationspreis rückt marktreife Lösungen in den Fokus – zudem wird erstmals eine Paul-Eberhard-Schall-Medaille verliehen.
Die Fakuma in Friedrichshafen bietet praxisnah einen Überblick darüber, wo die Branche technologisch steht. Gleichzeitig lebt die Messe vom persönlichen Austausch.
(Bild: P. E. Schall Messe)
Die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung Fakuma öffnet vom 12. bis 16. Oktober 2026 in Friedrichshafen ihre Tore, um Anwendern konkrete technologische Lösungen zu präsentieren. Sie wird damit zum Schaufenster, das die ganze Welt der Kunststoffe zeigt – von der Spritzgieß-, Umform- und Extrusionstechnik über 3D-Drucktechnik, Masterbatches, Werk- und Rohstoffen bis hin zu Werkzeugen, Prozesstechnik und Recycling. Die Veranstaltung bietet Verarbeitern somit einen verlässlichen Überblick über den aktuellen technologischen Stand der gesamten Branche.
Aussteller und Fachbesucher erwartet zudem ein bunter Strauß an hochkarätigen Programmpunkten, die das Messegeschehen einrahmen: zahlreiche Fachvorträge im Rahmen des Forums, die Preisverleihung zum erstmals ausgeschriebenen Fakuma Innovation Award, die nächste Auflage einer Round-Table-Diskussion, die erneute Karriere-Kampagne „Mold your dreams, mold your future“ sowie nicht zuletzt die erstmalige Vergabe der Paul-Eberhard-Schall-Medaille.
Fakuma Innovation Award in sechs Themenkategorien
Erstmals lobt der Messeveranstalter P. E. Schall in Kooperation mit der K-Zeitung den Fakuma Innovation Award aus. Der Wettbewerb deckt sechs Kategorien ab, darunter Spritzguss, Extrusion, Recycling sowie Werkzeug- und Formenbau, Thermoformen, Compounding und Werkstoffe sowie Enabler der Kunststofftechnik (Peripherie).
Für teilnehmende Unternehmen gilt eine strikte Bedingung: Das eingereichte Projekt muss live auf der Messe als Serienprodukt, funktionsfähiger Prototyp oder demonstrierte Technologie zu sehen sein. Unternehmen können sich bis zum 06. September 2026 online bewerben, bevor eine unabhängige Fachjury die Gewinner am ersten Messetag feierlich auszeichnet.
„Die Fakuma vereint Praxisnähe mit technologischer Tiefe“, sagt Magnus Orth, Materialentwicklung/Leiter Technikum bei Igus. Die Messe fungiere als wichtiger Impulsgeber für zukünftige Entwicklungen und strategische Ausrichtungen der Betriebe. Auch für Prof. Dr.-Ing. Christian Bonten vom Institut für Kunststofftechnik IKT in Stuttgart bildet die Veranstaltung den zentralen Branchen-Treffpunkt in Baden-Württemberg. Sie liefert Verarbeitern die notwendige Markttransparenz, während gleichzeitig der persönliche Austausch mit langjährigen Wegbegleitern im Vordergrund steht.
Resilienz der europäischen Kunststoffindustrie stärken
Neben den technologischen Exponaten bietet das Rahmenprogramm Plattformen für strategische Diskussionen. Die dritte Auflage der Diskussionsrunde „Round Table zur Fakuma“ widmet sich der Frage, wie die europäische Kunststoffindustrie ihre Resilienz festigen kann. Das begleitende Vortragsforum liefert Anbietern und Anwendern gleichermaßen wegweisende Impulse für den Markterfolg.
Zudem verleiht der Veranstalter zum Jubiläum erstmals die neu geschaffene Paul-Eberhard-Schall-Medaille an einen wegweisenden Branchenakteur. „Wir wollen sowohl die herausragende technologische Stellung des Unternehmens für die Weiterentwicklung der Kunststoffverarbeitung als auch die enge Verbindung zu unserem Messeunternehmen würdigen“, sagt Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messeunternehmens P. E. Schall.
Junge Talente für die Kunststoffwelt begeistern
Um dem drängenden Fachkräftemangel in der Produktion aktiv zu begegnen, initiiert die Messeveranstalterin P. E. Schall Messe gemeinsam mit den Messebeiräten und Plastics Europe Deutschland am Freitag, dem 16. Oktober 2026, eine gezielte Karriere-Kampagne. Unter dem Motto „Mold your dreams, mold your future“ lädt der Veranstalter Schüler, Studierende und Berufseinsteiger zu einem direkten Dialog mit internationalen Ausstellern.
„Wir möchten jungen Menschen nicht nur Berufsbilder vorstellen, sondern echte Perspektiven eröffnen“, erklärt Bettina Schall. „Der Karriere-Freitag bringt Talente und Unternehmen direkt zusammen – authentisch, praxisnah und auf Augenhöhe. So wird erlebbar, wie spannend und zukunftsorientiert die Kunststoffindustrie tatsächlich ist.“
Die 30. Fakuma lädt damit alle Branchenbeteiligten vom 12. bis 16. Oktober 2026 jeweils von 09.00 bis 17.00 Uhr nach Friedrichshafen ein. Fachbesucher profitieren in diesem Jahr von einer verbesserten Infrastruktur bei der Anreise nach Friedrichshafen. Die Fluggesellschaft Air Uniqon nimmt den regionalen Bodensee-Flughafen in ihr Streckennetz auf, was die Erreichbarkeit des Messegeländes für Gäste aus dem In- und Ausland erleichtert.
Stand: 16.12.2025
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