IKV: Forschung für die Praxis
Impulse für TPS-Schaum, Leichtbau mit UD-Tapes und die Regelung der Viskosität

Ein Gastbeitrag von Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann, IKV-Institutsleitung und Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung; Viet-Anh Vu, M.Sc., Stärkeschaumfolien; Tom-David Stüven, M.Sc., High-Performance-Formteile; Katharina Baum, M.Sc., Viskositätsregelung 5 min Lesedauer

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Ob flexible Schaumfolien aus Stärke, Leichtbau mit UD-Tapes oder KI-basierte Viskositätsregelung für Rezyklate – das IKV Aachen zeigt neue Wege für die Praxis. Wie lassen sich sensible Biopolymere prozesssicher verarbeiten? Welches Sparpotenzial bieten bionische Verstärkungseinleger? Und wie gelingt der Viskositätsabgleich im laufenden Compoundierprozess?

Auf Basis von thermoplastischer Stärke konnte am IKV mit physikalischen Treibmitteln erfolgreich eine flexible Schaumfolie hergestellt werden.(Bild:  IKV)
Auf Basis von thermoplastischer Stärke konnte am IKV mit physikalischen Treibmitteln erfolgreich eine flexible Schaumfolie hergestellt werden.
(Bild: IKV)

Schaumextrusion stärkebasierter Thermopaste

Industrielle Schaumfolien, beispielsweise für Verpackungen oder Trittschalldämmungen, bestehen überwiegend aus Polymeren auf fossiler Rohstoffbasis, die häufig nach einmaliger Verwendung thermisch verwertet werden. Eine Möglichkeit zur nachhaltigeren Gestaltung von Schaumextrudaten ist der Einsatz nachwachsender Rohstoffe, wie etwa Stärke. Allerdings ist die Herstellung flexibler Schaumfolien aus thermoplastischer Stärke (TPS) aufgrund der geringen Schmelzefestigkeit und des engen Verarbeitungsfensters von TPS bisher kaum möglich. Um das Prozessfenster für die Herstellung flexibler Stärkeschaumfolien geringer Dichte zu erweitern, haben Forschende am IKV im Rahmen eines vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat (BMELH) geförderten Projektes den Einsatz von Treibmittelgemischen auf Basis von CO2 untersucht.