Zwei Welten. Ein Ziel.

Alle Inhalte von plastverarbeiter.de jetzt auf plastxnow.de.

Aktuelle Pro-K-Umfrage zur Lage der Kunststoffverarbeiter Kosten steigen und Investitionen pausieren

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Konflikt im Nahen Osten trifft die deutschen Kunststoffverarbeiter hart und treibt die Kosten für Rohstoffe und Transporte massiv nach oben. Laut einer neuen Pro-K Umfrage leidet die Planungssicherheit massiv, weshalb bereits jedes dritte Unternehmen wichtige Investitionen verschiebt.

Hendrik Johannink, Vorstandsvorsitzender im Pro-K Industrieverband, fordert politische Rahmenbedingungen, die es den Unternehmen ermöglichen, auch in Krisenzeiten wettbewerbsfähig zu produzieren und zu investieren.(Bild:  Pro-K)
Hendrik Johannink, Vorstandsvorsitzender im Pro-K Industrieverband, fordert politische Rahmenbedingungen, die es den Unternehmen ermöglichen, auch in Krisenzeiten wettbewerbsfähig zu produzieren und zu investieren.
(Bild: Pro-K)

Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten belasten die Kunststoffverarbeiter in Deutschland erheblich. Wie eine aktuelle Umfrage des Pro-K Industrieverbandes unter seinen Mitgliedsunternehmen zeigt, spüren mehr als vier von fünf Betrieben die Auswirkungen stark oder sehr stark. Kein einziges der befragten Unternehmen bleibt von den geopolitischen Verwerfungen unberührt.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, wie sensibel die Kunststoff verarbeitende Industrie auf geopolitische Verwerfungen reagiert. Die Unternehmen stehen unter erheblichem Kostendruck und müssen gleichzeitig ihre Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden sicherstellen", sagt Hendrik Johannink, Vorstandsvorsitzender im pro-K. 

Kostenexplosion bei Transport und Rohstoffen

Die Beschaffungskosten für Rohstoffe und Logistik steigen derzeit rasant an. Nahezu alle befragten Betriebe klagen über teurere Beschaffungswege, wobei über 70 % der Unternehmen sogar von einer starken Erhöhung berichten. Zudem verteuert sich die Energie für die überwiegende Mehrheit der Branche spürbar.

Neben den reinen Preissteigerungen kämpft mehr als die Hälfte der Betriebe mit verlängerten Lieferzeiten sowie einer massiv erschwerten Kalkulations- und Planungssicherheit. Parallel dazu verzeichnen viele Marktteilnehmer bereits einen spürbaren Rückgang der Nachfrage. 

Angespannte Versorgungslage zwingt zum Handeln

Obwohl die Zufuhr an Rohstoffen aktuell meist noch gewährleistet ist, bewertet die große Mehrheit der Unternehmen die Versorgungssicherheit als angespannt. Die Betriebe blicken daher mit großer Sorge auf die kommenden Monate.

„Die Branche verfügt über viel Erfahrung im Umgang mit Krisensituationen und hat ihre Lieferketten in den vergangenen Jahren widerstandsfähiger aufgestellt. Dennoch nehmen die Unsicherheiten spürbar zu", bemerkt Hendrik Johannink. Um dem enormen Druck entgegenzuwirken, passen zahlreiche Unternehmen ihre Preise gegenüber den Kunden an. Andere bauen zusätzliche Lagerbestände auf oder suchen intensiv nach alternativen Beschaffungsquellen. 

Investitionsstopp gefährdet die Transformation

Besonders besorgniserregend bleibt, dass bereits jedes dritte Unternehmen geplante Investitionen aufschiebt. Dieser Schritt schwächt nicht nur die kurzfristige Wettbewerbsfähigkeit, sondern gefährdet langfristig auch den Wandel hin zu einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Produktion. Erschwerend kommt hinzu, dass nur rund drei Viertel der Betriebe die gestiegenen Kosten zumindest teilweise an ihre Abnehmer weitergeben können. Während die Preisverhandlungen zunehmen und erste Auftragsrückgänge drohen, fordert der Pro-K Industrieverband politische Unterstützung.

„Die Unternehmen können geopolitische Krisen nicht beeinflussen. Sie benötigen deshalb politische Rahmenbedingungen, die ihnen ermöglichen, auch in schwierigen Zeiten wettbewerbsfähig zu produzieren und zu investieren. So besteht dringender Handlungsbedarf bei der Diversifizierung von Rohstoffquellen, etwa durch eine ambitioniertere Stärkung der Kreislaufwirtschaft", mahnt Hendrik Johannink

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung