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Kunststoff-Spritzguss Wie Potenziale für die Produktivitätssteigerung genutzt werden

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Weiss Kunststoffverarbeitung treibt die Automatisierung konsequent weiter: Im Fokus stehen in diesem Jahr die Prozesse nach dem Spritzguss. Eigenentwickelte Lösungen übernehmen inzwischen die 100 %-Prüfung kleinster Bauteile und das Verpacken fertiger Komponenten und Module.

Blick in die Spritzgießerei der Weiss Kunststoffverarbeitung im bayrischen Illertissen.(Bild:  Weiss)
Blick in die Spritzgießerei der Weiss Kunststoffverarbeitung im bayrischen Illertissen.
(Bild: Weiss)

Vier neue Spritzgießmaschinen wird Weiss in diesem Geschäftsjahr anschaffen. Hiermit trägt die Firma den Anforderungen hochlaufender Projekte Rechnung. Ein großer Anteil der Investitionen in Höhe von rund einer Million EUR wird aber auch in die Automatisierung der dem Spritzguss nachgelagerten Prozessschritte fließen. Dipl.-Ing. Robert Heller, Technischer Betriebsleiter: „Wir projektieren regelmäßig automatisierte Linien und Zellen, weil wir hier großes Potenzial für die Steigerung von Effizienz, Produktivität und auch Qualität der Spritzgussprodukte sehen. Und weil wir immer häufiger weitergehende Prozessschritte wie Montieren, Kennzeichnen, Bearbeiten und Prüfen übernehmen, die wir möglichst voll automatisiert in eine Linie oder Zelle integrieren.“

Integrierte Bildverarbeitung und Verpackung

In einem aktuellen Projekt werden automatisierte Fertigungszellen für die Oberflächenprüfung per Bildverarbeitung sowie die Verpackung der Bauteile in den Spritzgießprozess integriert. Robert Heller: „Somit ist hier jetzt der komplette Prozess automatisiert – von der Entformung bis zur finalen Verpackung der fertigen Spritzgussteile. Durch einen barcodebasierenden Etikettendruck ist auch die Verwechslung der Verpackungsetiketten ausgeschlossen.“ Außerdem, so Robert Heller, ist die Sichtprüfung von derart kleinen diffizilen Bauteilen ohne Automatisierung gar nicht mehr umsetzbar.

Dipl.-Ing. Robert Heller, Technischer Betriebsleiter, Weiss Kunststoffverarbeitung, Illertissen.(Bild:  Weiss)
Dipl.-Ing. Robert Heller, Technischer Betriebsleiter, Weiss Kunststoffverarbeitung, Illertissen.
(Bild: Weiss)

In anderen Linien und Zellen hat Weiss bereits robotergestützte visuelle Prüfungen integriert. Ein Bildverarbeitungssystem prüft die Oberflächenqualität von Bauteilen oder z.B. auch die Qualität von Kennzeichnungen, die im vorherigen Prozessschritt aufgebracht wurden.

Kollaborative Roboter im Einsatz

Bei Weiss sind auch – ebenfalls mit „Bordmitteln“ projektierte – kollaborative Roboter im Einsatz, die ohne trennenden Schutzzaun mit dem Montagepersonal zusammenarbeiten. Robert Heller: „Das ist in vielen Fällen eine kluge Arbeitsteilung: Der Roboter arbeitet präzise und ermüdungsfrei, während der Mitarbeiter flexibler ist und sich sofort auf neue Gegebenheiten einstellen kann.“

In mehreren Projekten arbeitet Weiss zurzeit an der „End of line“-Automatisierung, d.h. der Verpackung – das ist ein Investitionsschwerpunkt in 2026. Robert Heller: „Viele Kunden beziehen unsere Teile in Mehrwegbehältern. Da müssen wir die Komponenten oder Module nur einlegen – per Roboter oder manuell. Wir liefern aber auch Teile in Kartonagen aus, die wir künftig größtenteils automatisiert falten, bereitstellen, befüllen und verschließen möchten. Dann hat das Fachpersonal Zeit für andere Aufgaben, und wir steigern nochmals unsere Effizienz und Produktivität.“

Dipl.-Kfm. Jürgen B. Weiss, geschäftsführender Gesellschafter der Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG.(Bild:  Weiss)
Dipl.-Kfm. Jürgen B. Weiss, geschäftsführender Gesellschafter der Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG.
(Bild: Weiss)

Jürgen B. Weiss, geschäftsführender Gesellschafter: „Wir gehen den Weg der Automatisierung konsequent weiter und bauen die internen Kapazitäten für die Anlagenplanung aus – auch personell. Wir sehen hier weiterhin Potenzial zur Optimierung der Prozesse. Zugleich wissen wir, dass Automatisierung nicht immer der beste Weg ist, sondern bestimmte Stückzahlen voraussetzt. Deshalb fertigen wir kleinere bis mittlere Serien mit manuellen Arbeitsanteilen in unserem Werk Györ in Ungarn.“

In-house-Expertise bei der Projektierung, Programmierung und Inbetriebnahme

Auch in der Projektierung und Großserienfertigung von – teilweise sehr komplexen – Bauteilen für Pkw sowie für mobile Arbeitsmaschinen (Lüftungsdüsen, Kettenspanner, Schaltboxen, Reifendrucksensoren, Steuerungsgehäuse für pneumatische Lkw-Niveauregulierung) verfügt Weiss über große Erfahrung.

Weiss hat umfassendes Know-how in der Planung und Fertigung von automatisierten Anlagen für den eigenen Bedarf.(Bild:  Weiss)
Weiss hat umfassendes Know-how in der Planung und Fertigung von automatisierten Anlagen für den eigenen Bedarf.
(Bild: Weiss)

Hier gilt ebenfalls: Was zählt, ist die In-house-Expertise bei der Projektierung, Programmierung und Inbetriebnahme von Robotern u.a. für das Teilehandling und die Bauteilprüfung. Das sind Aufgaben, die Weiss mit Bordmitteln und vielen innovativen Ideen verwirklicht. sl

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