Lifocolor auf der Kuteno: PET mit HDPE-Haptik Passende Masterbatches erleichtern Materialwechsel

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der aktuelle Marktdruck zwingt viele Verarbeiter zum Materialwechsel oder zur Rezyklatnutzung. Auf der Kuteno 2026 zeigt Lifocolor, wie maßgeschneiderte Masterbatches diesen Übergang prozesssicher begleiten. Ein neues Masterbatch verleiht PET-Flaschen sogar die samtige Anmutung von HDPE – und löst damit ein Vermarktungsproblem.

Wenn Materialien wechseln, liefert Lifocolor nach eigenen Angaben das passende Masterbatch: trägeridentisch, prozesssicher, zugelassen.(Bild:  Lifocolor)
Wenn Materialien wechseln, liefert Lifocolor nach eigenen Angaben das passende Masterbatch: trägeridentisch, prozesssicher, zugelassen.
(Bild: Lifocolor)

Wenn Werkstoffe ausgetauscht oder Recyclingquoten erfüllt werden müssen, geraten Produktionsprozess und Produktqualität oft in Gefahr. Auf der Kuteno in Bad Salzuflen berät der Masterbatch-Hersteller Lifocolor (Halle 20, Stand K13) die Verarbeiter bei genau diesen Herausforderungen. Das Unternehmen demonstriert, wie Additivkonzentrate beim Materialwechsel Hürden abbauen und die Wirtschaftlichkeit sichern.

Messehighlight: PET mit HDPE-Anmutung

Ein Materialwechsel von HDPE auf PET für Flaschen liegt auf der Hand: PET-Flaschen lassen sich effizient und materialsparend im Spritzstreckblas-Verfahren (Injection Stretch Blow Molding, ISBM) herstellen. Zudem ist bei PET die Verfügbarkeit von Rezyklaten für eine schnelle Erfüllung von Recyclingquoten gegeben, auch der CO2-Fußabdruck von PET-Flaschen ist geringer.

Eine neue Masterbatch-Lösung vereint die samtig-weiche Griffigkeit von HDPE-Extrusionsblasflaschen mit den Prozessvorteilen des ISBM-Verfahrens in PET. Links glänzende PET-Flasche ohne Masterbatch, rechts samtig-matte Optik und Haptik mit der neuen Veredelungstechnik.(Bild:  Lifocolor)
Eine neue Masterbatch-Lösung vereint die samtig-weiche Griffigkeit von HDPE-Extrusionsblasflaschen mit den Prozessvorteilen des ISBM-Verfahrens in PET. Links glänzende PET-Flasche ohne Masterbatch, rechts samtig-matte Optik und Haptik mit der neuen Veredelungstechnik.
(Bild: Lifocolor)

Doch einige Markenhersteller wollen nicht auf die samtig-wertige Haptik von HDPE-Flaschen verzichten, die diese Flaschen auszeichnen, die mittels Extrusionsblasformen hergestellt werden. Mittels ISBM produzierte Flaschen weisen diese Anmutung nicht auf. Diese ästhetische Hürde verhindert im Produktmarketing einen Materialwechsel von HDPE auf PET.

Dieses Dilemma löst Lifocolor mit einem neuen Masterbatch, das PET-Flaschen im ISBM-Verfahren eine weichere, griffige Haptik ähnlich der von HDPE-Extrusionsblas-Flaschen verleiht. Verarbeiter erhalten somit die ISBM-Prozessvorteile von PET, ohne auf das sensorische und optische Markenerlebnis verzichten zu müssen, das bislang HDPE-Flaschen vorbehalten war.

Materialwechsel als Chance: Von PC zu CoPET

Auch regulatorische Vorgaben erfordern Materialwechsel, wie das Verbot von Bisphenol A (BPA) in Lebensmittelkontakt-Anwendungen durch die EU-Verordnung 2024/3190 zeigt. Als funktionale Alternative zu Polycarbonat (PC) rücken Copolyester (CoPET) in den Fokus, da sie eine vergleichbare optische Klarheit aufweisen.

Lifocolor unterstützt diese Werkstoffumstellung mit trägeridentischen Masterbatches, die exakt auf das jeweilige CoPET-System abgestimmt sind. Diese Konzentrate besitzen die notwendigen Lebensmittelzulassungen und lassen sich im Spritzguss sowie beim Blasformen prozesssicher verarbeiten.

Benzotriazolfreier Füllgutschutz und dekorative Effekte

Ein weiteres regulatorisches Thema betrifft UV-Absorber: Viele Füllgutschutz-Masterbatches nutzen noch Benzotriazol-Verbindungen, die von der ECHA als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) eingestuft werden können. Für das Jahr 2026 stehen neue Aufnahme-Empfehlungen an, weshalb der Hersteller benzotriazolfreie Alternativen für Polyester entwickelt hat.

Das weiterentwickelte Lifostab-Portfolio umfasst Füllgutschutz-Masterbatches für zahlreiche Polymere, darunter auch ein Produkt für recycelte Kunststoffe auf vollständiger Rezyklat-Basis.

Neben der Erfüllung regulatorischer und technischer Vorgaben kommt die optische Differenzierung im Regal nicht zu kurz. „Technische und regulatorische Tiefe einerseits sowie dekorative Vielfalt andererseits sind für uns kein Widerspruch, sondern weitere Facetten unserer breiten Produkt- und Leistungskompetenz“, sagt Diana Seidel, Leiterin Produktmanagement & Marketing bei Lifocolor.

Auf der Messe stellt das Unternehmen zudem neue holografische Masterbatches mit irisierendem Tiefeneffekt sowie kostenoptimierte Metallic-Optiken vor, die eine nachträgliche Galvanisierung überflüssig machen.

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