Sterilbarrieresysteme und kreislauffähige Blisterkonzepte Polypropylen-Blister und valide Systemfolien 

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Südpack Medica bündelt abgestimmte Unter- und Deckelfolien sowie Beutelsysteme unter der Marke MedGuard. Ergänzt um das PP-basierte Blisterkonzept PharmaGuard stehen rezyklierbare Alternativen zu Alu-PET-Verbindungen bereit. Wie sich die Siegelparameter auf bestehenden Anlagen abstimmen lassen, zeigen Testreihen im hauseigenen Technikum.

Das Verpackungsportfolio von Südpack-Medica umfasst PP-basierte Blisterkonzepte für feste Arzneiformen und Supplements sowie flexible Beutel- und Tiefziehlösungen für die sterile Medizintechnik.(Bild:  Südpack-Medica)
Das Verpackungsportfolio von Südpack-Medica umfasst PP-basierte Blisterkonzepte für feste Arzneiformen und Supplements sowie flexible Beutel- und Tiefziehlösungen für die sterile Medizintechnik.
(Bild: Südpack-Medica)

Südpack Medica erweitert das Angebot an Verpackungssystemen für die Medizintechnik, Pharmazie und Life-Sciences-Branche. Unter dem Markennamen Medguard führt das Unternehmen flexible und starre Folienstrukturen, Beutel- und Pouch-Lösungen sowie passende Deckelmaterialien zusammen. Der Fokus liegt dabei auf der Bereitstellung validierter Sterilbarrieresysteme gemäß ISO 11607, die auf eine hohe Reproduzierbarkeit der Siegelprozesse ausgelegt sind. Ein digitaler Produkt-Navigator unterstützt Verarbeiter bei der gezielten Auswahl geeigneter Materialkombinationen auf Basis spezifischer Anforderungsprofile und gängiger Sterilisationsverfahren wie Dampf, Ethylenoxid (EtO) oder Gammabestrahlung. 

Monomaterial-Alternativen für feste orale Arzneiformen

Neben den klassischen Folienstrukturen umfasst das Portfolio das Blisterkonzept Pharmaguard, das speziell für das Verpacken fester oraler Arzneiformen entwickelt wurde. Die Polypropylen (PP)-basierten Blisterfolien kommen ohne Phthalate, Vinyl, PFAS und Halogene aus. Durch den hohen PP-Anteil lassen sich die Folien in bestehende Polypropylen-Wertstoffströme einspeisen, was die Klimawirkung im Vergleich zu herkömmlichen Verbundmaterialien aus Aluminium und PET deutlich reduziert. Die CO2-Reduktion ist durch eine Ökobilanzierung (LCA) gemäß ISO 14040/44 verifiziert. Trotz der werkstofflichen Umstellung auf Monomaterialien bieten die Folien eine hohe Wasserdampfbarriere sowie ein definiertes Durchdrückverhalten bei der Entnahme von Arzneimitteln. 

Reinraumfertigung und Abstimmung der Siegelparameter

Um die geforderten Sauberkeits- und Sterilitätsstandards der Gesundheitsbranche einzuhalten, werden spezielle Deckelmaterialien und Beutelsysteme in zertifizierten Reinraumumgebungen gefertigt. Für eine prozesssichere Verarbeitung kooperiert der Hersteller direkt mit Produzenten von medizinischen Papieren sowie Herstellern von Verpackungsmaschinen. In hauseigenen Laboren analysieren Anwendungstechniker die mechanischen, thermischen und funktionalen Eigenschaften der Folien. Auf dieser Basis lassen sich die Siegelleistung und das Öffnungsverhalten zielgerichtet an die mechanischen und thermischen Anforderungsprofile der jeweiligen Verpackungsanlage anpassen. 

Prozessvalidierung und Ermittlung der Siegelfenster im Technikum

Vor der Überführung neuer Verpackungskonzepte in das kommerzielle Scale-up stehen Verarbeitern im Technikum Ochsenhausen praxisnahe Testkapazitäten zur Verfügung. Dort werden Siegelversuche mit Medguard- und Pharmaguard-Folien in Kombination mit unterschiedlichen Deckelmedien unter realen Produktionsbedingungen durchgeführt. Die Versuchsreihen ermöglichen eine präzise Bestimmung der Siegelfenster, der Peel-Kräfte und der allgemeinen Prozessrobustheit. Bei Bedarf koordiniert das Technikum gemeinsame Optimierungstests zwischen dem Anwender und dem jeweiligen Maschinenlieferanten, um die Einführungszeit neuer Packstoffe auf bestehenden Anlagen zu minimieren. (mg)

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