Qualitätskontrolle von Medizinprodukten  ZwickRoell präsentiert skalierbares Plattformkonzept

Quelle: Pressemitteilung 4 min Lesedauer

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ZwickRoell ergänzt seine Prüfmaschinenfamilie für Autoinjektoren und Fertigspritzen mit Nadelschutzfunktion um die ZwickiLine. Die Plattform lässt sich je nach Prüfaufgabe und Budget mit manuellen oder pneumatischen Probenhaltern sowie laser- oder kamerabasierter Messtechnik konfigurieren. 

ZwickiLine: Das Ausstattungsspektrum reicht von einer kostengünstigen Basiskonfiguration bis zur umfassend ausgestatteten Prüflösung mit synchronisierter Videoaufzeichnung.(Bild:  ZwickRoell)
ZwickiLine: Das Ausstattungsspektrum reicht von einer kostengünstigen Basiskonfiguration bis zur umfassend ausgestatteten Prüflösung mit synchronisierter Videoaufzeichnung.
(Bild: ZwickRoell)

Bei der Entwicklung und Qualitätskontrolle von Autoinjektoren müssen unterschiedliche Funktionen und Messgrößen zuverlässig überprüft werden. Dazu zählen unter anderem Aktivierungskräfte, Injektionstiefe, Injektionszeit und die Injektionsmenge sowie die Funktion von Nadelschutzmechanismen. Während in der Entwicklung häufig verschiedene Injektortypen und Prüfaufgaben im Mittelpunkt stehen, sind in der Qualitätskontrolle insbesondere reproduzierbare Prüfbedingungen und nachvollziehbare Ergebnisse gefragt. 

Mit der ZwickiLine erweitert ZwickRoell sein Angebot für diese unterschiedlichen Anforderungen. Das modulare Plattformkonzept ermöglicht es, den Funktionsumfang gezielt auf die jeweilige Anwendung, den vorgesehenen Probendurchsatz und das verfügbare Budget abzustimmen.

Ausstattungsvarianten der ZwickiLine

Ein wesentliches Merkmal der ZwickiLine ist die Auswahl unterschiedlicher Ausstattungsvarianten. Für grundlegende Prüfaufgaben steht eine kostengünstige Konfiguration mit manuellen Probenhaltern und laserbasierter Messtechnik zur Verfügung. Bei erweiterten Anforderungen kann die Plattform mit kamerabasierter Messtechnik ausgestattet werden. 

Alternativ lassen sich pneumatische Probenhalter in Verbindung mit kamerabasierter Messung einsetzen. Die manuellen Probenhalter mit Präzisionsgriff ermöglichen eine kontrollierte Aufnahme der Prüflinge. Pneumatische Probenhalter bieten eine weitere Möglichkeit, die Probenaufnahme an den jeweiligen Prüfprozess anzupassen. 

Damit reicht das Konfigurationsspektrum von der manuellen Lasermessung über die manuelle Kameraausstattung bis zur pneumatischen Prüflösung mit kamerabasierter Messtechnik. Dank der laut Hersteller perfekt aufeinander abgestimmter Messprinzipien liefern die laser- und kamerabasierten Systeme identische, zuverlässige Ergebnisse – unabhängig von der gewählten Technologie. Anwender können so eine Ausstattung wählen, die sich am tatsächlich benötigten Funktionsumfang orientiert, ohne für jede Prüfanforderung eine umfassend ausgestattete Lösung einsetzen zu müssen.

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Mediadaten abrufen

  • Unsere Mediadaten (PlastXnow) finden Sie hier.

  • Die Mediadaten der Devicemed finden Sie hier.

Erleichterte Analyse des Injektionsvorgangs

Für Prüfaufgaben mit erweiterten Anforderungen an die optische Messtechnik lässt sich die ZwickiLine mit einer Kamera und der zeitsynchronen VideoCapture-Technologie ausstatten. Diese ermöglicht es, den Injektionsvorgang kontinuierlich aufzuzeichnen und die Bildinformationen zeitlich mit den erfassten Messdaten zu verknüpfen. 

Ereignisse während der Injektion können dadurch den entsprechenden Messwerten zugeordnet werden. Das erleichtert die Auswertung von Prüfabläufen und unterstützt die Ursachenanalyse bei auffälligen Messergebnissen. Gleichzeitig verbessert die synchronisierte Erfassung von Bild- und Messdaten die Nachvollziehbarkeit und Dokumentation der Prüfung.

Die kamerabasierte Messtechnik ermöglicht die Messung der Injektionstiefe in einem Bereich von 2,5 bis 15 mm. Dadurch erweitert sich das Spektrum der prüfbaren Injektortypen. Auch Anwendungen mit kurzen Injektionszeiten oder langen Nadeln lassen sich mit der kamerabasierten Messtechnik untersuchen.

Reproduzierbare Ergebnisse

Neben den unterschiedlichen Messverfahren umfasst die ZwickiLine Möglichkeiten zur systematischen Überprüfung des Prüfsystems. Hierzu gehören Daily Checks für Sensoren sowie ein neuer Daily Check zur Überprüfung von Injektionstiefe und Injektionszeit. 

Für Letzteren werden Referenznadeln verwendet. Die regelmäßige Kontrolle unterstützt die Überprüfung relevanter Messgrößen und trägt dazu bei, reproduzierbare Prüfbedingungen sicherzustellen. Damit lassen sich Prüfabläufe in Entwicklung und Qualitätskontrolle nachvollziehbar durchführen und dokumentieren. 

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Darüber hinaus stehen Prüfmethoden zur Verifikation von Nadelschutzmechanismen an Autoinjektoren und vorgefüllten Spritzen mit Needle Safety Device (NSD) zur Verfügung. Durch reproduzierbare Prüfabläufe lässt sich die Funktion dieser Sicherheitsmechanismen überprüfen und dokumentieren.

Zusammenfassung

Mit der ZwickiLine erweitert ZwickRoell seine Prüfmaschinenfamilie für Autoinjektoren um eine Lösung, deren Ausstattung sich an unterschiedliche technische und wirtschaftliche Anforderungen anpassen lässt. Die Kombination aus wählbaren Probenhaltern, optischen Messverfahren und synchronisierter Datenerfassung ermöglicht verschiedene Konfigurationen innerhalb eines gemeinsamen Plattformkonzepts. 

Für Anwender in Entwicklung und Qualitätskontrolle steht damit eine zusätzliche Prüflösung zur Verfügung, deren Funktionsumfang sich an der jeweiligen Prüfaufgabe orientiert. Von der wirtschaftlichen Basiskonfiguration bis zur umfassend ausgestatteten Plattform unterstützt die ZwickiLine reproduzierbare Prüfabläufe und die nachvollziehbare Dokumentation relevanter Injektionsparameter. (me)

Im Profil

ZwickRoell gehört zu den weltweit führenden Unternehmen in der Material- und Bauteilprüfung. Kunden profitieren von mehr als 170 Jahren Erfahrung in der Werkstoffprüfung für unterschiedliche Branchen. Die Firmengruppe besitzt Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich und China sowie Niederlassungen und Vertretungen in 56 weiteren Ländern. Aktuell zählt ZwickRoell mehr als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon arbeiten 1.200 Beschäftigte am Standort in Ulm.