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Wirtschaftslage der Verpackungshersteller Rohstoffpreise belasten Erträge

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Steigende Rohstoffpreise setzen deutsche Verpackungshersteller wirtschaftlich stark unter Druck. Obwohl sich die Materialversorgung im dritten Quartal 2026 entspannt, bleibt die Profitabilität gefährdet. 

Druck auf die Margen: Bei Verpackungen machen die Rohstoffe rund 46 % der gesamten Herstellungskosten aus.(Bild:  BASF)
Druck auf die Margen: Bei Verpackungen machen die Rohstoffe rund 46 % der gesamten Herstellungskosten aus.
(Bild: BASF)

In der aktuellen Konjunkturumfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen berichten 92 Mitgliedsunternehmen von einer gedämpften Zuversicht. Fast 60 % der Befragten bewerten die gegenwärtige Wirtschaftslage als schlecht, während nur rund 4 % von guten Bedingungen sprechen. Zwar stiegen die Branchenumsätze im zweiten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal um rund 13 %, doch dieser Zuwachs resultiert primär aus der teilweisen Weitergabe gestiegener Rohstoffkosten. Seit Februar kletterten die Preise für Neuware im Schnitt um fast 58 %, was die Ertragsseite der Verarbeiter massiv belastet. 

Ertragslage bleibt trotz Umsatzplus unter Druck

Der hohe Druck auf die Margen wird besonders beim Blick auf den Rohstoffkostenanteil deutlich, der durchschnittlich rund 46 % der gesamten Herstellungskosten ausmacht. Für das anstehende dritte Quartal rechnen daher 48 % der Betriebe mit einer Verschlechterung ihrer Erträge. Nur knapp 12 % der Hersteller erwarten beim Absatz eine Besserung, während die Mehrheit von 56 % von einer stagnierenden Seitwärtsbewegung ausgeht. Auch im Exportgeschäft dominieren mit 68 % die Erwartungen an unveränderte Rahmenbedingungen, was die anhaltende globale Unsicherheit widerspiegelt. 

Entspannung bei der Materialverfügbarkeit

Ein positiver Trend zeigt sich hingegen bei der Versorgungssicherheit mit Polymeren, da die akuten Sorgen vor Materialengpässen aus dem Frühjahr weichen. Der Erwartungssaldo für die Rohstoffverfügbarkeit springt für das dritte Quartal auf plus 34 Punkte. Zum Vergleich: Ende März 2026 war dieser Wert durch die Blockade der Straße von Hormus und zahlreiche Force-Majeure-Meldungen noch auf einen historischen Tiefstand von minus 86 Punkten eingebrochen. Die aktuelle Erholung verdeutlicht, dass die Branche derzeit nicht mit einer physischen Knappheit kämpft, sondern vielmehr mit einem globalen Preiskampf um sichere Liefermengen konfrontiert ist. 

Kein Abbau der Fachkräfte geplant

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen agieren die Unternehmen bei der Personalplanung zukunftsgerichtet und halten ihre Belegschaften stabil. Rund 68 % der Betriebe planen mit unveränderten Beschäftigtenzahlen, während zirka 9 % sogar einen personellen Aufbau erwägen. Angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels besitzt das Halten qualifizierter Mitarbeiter oberste Priorität für die Wettbewerbsfähigkeit. 

„Die Kunststoffverpackungsindustrie hält im schwierigen Umfeld Kurs: Unsere Unternehmen sichern Beschäftigung und Versorgung“, erklärt Dr. Laura Müller, Referentin Wirtschaft bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen. „Damit diese Strategie trägt, braucht es weniger Bürokratie, niedrigere Energiekosten und steuerliche Entlastungen“, betont Müller mit Blick auf den Standort Deutschland. 

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